Das Frauenhaus Salzkammergut blickt auf ein bewegtes Jahr zurück
BAD ISCHL. Zufrieden und mit großer Dankbarkeit blickt das Projekt Frauenhaus Salzkammergut auf ein bewegtes Jahr 2022 zurück und möchte hiermit aufzeigen, was der Verein dieses Jahr alles erreicht hat. Allen Spendern und Unterstützern gilt ein herzliches Dankeschön.

Mit der Finanzierungszusage der oberösterreichischen Landesrätin Christine Haberlander im Februar diesen Jahres sei eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen zeitnahen Baubeginn gegeben, erklärt Andrea Lantschner, Obfraustellvertreterin des Vereins Frauenhaus Salzkammergut. Da ein Standort für ein Frauenhaus - selbsterklärend - geheim bleiben soll, um den zukünftigen Schutz von Frauen und Kindern nicht zu gefährden, könne es dazu keine öffentliche Stellungnahme geben. „Wir arbeiten im Hintergrund kräftig daran, dass ein Start vielleicht doch 2023 möglich wird“, verkündet Lantschner.
Viele Unterstützer für das Projekt
Viele Menschen haben die Bemühungen des Vereins mit großem Engagement sowohl ideell als auch finanziell mitgetragen und auf diesem Weg möchte sich der Verein für die Großzügigkeit bedanken. Lantschner zeigt sich erfreut: „Das macht uns Mut und gibt uns die Gewissheit, dass viele aus der Region hinter dem Projekt Frauenhaus Salzkammergut stehen“.
Mit folgenden Aktionen von Einzelpersonen wie auch von Institutionen wurde der Verein unterstützt:
- WORTgewaltig -eine Spendenaktion des Frauenforums Ebensee. Ein Dank geht an Birgit Höfstätter und der Autorin und Radiomoderatorin Magdalena Stammler für die Einladung von sechs Autoren und Autorinnen zum Thema Gewalt an Frauen zu einer Lesung im Kino Ebensee.
- Ab März lief eine weitere Spendenaktionen über das Frauenforum Ebensee. Zu erwerben gab es ein T-Shirt mit einem Zitat der früheren Politikerin und Feministin Johanna Dohnal: “Aus taktischen Gründen leiser zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen!”
- Im April konnte mit einem äußerst spannenden Vortrag der Forensikerin und Buchautorin Adelheid Kastner mit dem Titel: „Stand by your man?“ - Der Wandel des geschlechtsspezifischen Rollenbilds und seine Folgen im Kongress- und Theaterhaus Bad Ischl über 200 Gäste sensibilisieren.
- Ebenfalls zum Thema passend lud im August der Kurator der Deutschvilla, Ferdinand Götz, zur Ausstellung „Zorro und der Mythos der Gerechtigkeit“. Es wurde auch das Thema Frauenmorde im Salzkammergut bearbeitet und das Frauenhaus Salzkammergut mit Infomaterial beworben. Auch hier bedanken sich die Mitglieder für die Unterstützung und Sensibilisierungsarbeit.
- Im Sommer fanden in Obertraun zwei Seekonzerte statt, die von der Gemeinde und vom Tourismusverband Dachstein Salzkammergut veranstaltet wurden. Der Erlös der Spenden kam dem Frauenhaus zugute. Auch bei der Ischler Flohmarktroas im Oktober waren die Vorstandsfrauen und Beirätinnen des Vereins aktiv. „Wir konnten unsere Schätze gewinnbringend weitergeben“, freut sich Lantschner.
- Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November, führte das Projekt Frauenhaus mit der Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut mehrere Aktionen durch. Eine aufrüttelnde Installation am Stelzhamerkai in Bad Ischl ist als Mahnmal an die heuer bereits 28 getöteten Frauen in Österreich zu sehen.
- Mit verschiedenen Beiträgen war der Verein auch im Freien Radio Salzkammergut zu hören.
- Und zuletzt konnten noch mit zwei Weihnachtsaktionen von Vorstandsfrauen und Beirätinnen mit „Weihnachtsbusserl“, Likören und regionalen Köstlichkeiten ebenfalls Spendeneinnahmen erzielt werden.
Jede Hilfe benötigt
Zum Schluss erklärt Lantschner, dass die Finanzierung des Frauenhauses erst ab Baubeginn schlagend werde, weshalb der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen ist und sich über jede Unterstützung freut, auch in Form von Mitgliedsbeiträgen.
Der Verein Frauenhaus Salzkammergut freut sich über jede Unterstützung:
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www.frauensicht.at/frauenhaus


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