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VORCHDORF. Vorchdorf hat eine neu gestaltete Kapelle. Zwei verschiedene Künstler gestalteten den Ziegelböckdurchang auf jeweils eigene Art.

Kirchenbänke aus Draht (Markus Moser) (Foto: Bettina Hutterer)
Kirchenbänke aus Draht (Markus Moser) (Foto: Bettina Hutterer)

Ferdinand Reisenbichler ist ein Künstler aus Altmünster. Er verwendet Heiligenbilder und widmet sich derer in bunter, kontextveränderter und sereller Manier.

Die Drahtarbeiten von Markus Moser erweitern den Bereich mit dreidimensionalen, scheinbar gezeichneten Kirchenbänken. Entstanden sind diese Werke in seiner Artist Residency in Krumau. „Die Drahtlinie im Raum führt uns manchmal ganz schön an der Nase herum, lässt das Auge sich irren oder treibt es an, aus den Linien Körper zu formen. Wenn Metalldraht einen leeren Körper umspannt, wird der Schein zur Wirklichkeit,“ so der Künstler.

Die Kirchenbänke ziehen sich in der ehemaligen Pizzeria an der Kreuzung weiter, wo Uli Asamer eine schützende Hand und ein pulsierendes Herz aus Kanülen als Botschaft mitliefert. Sie nennt es Kanülismus: Die Kanüle ist eine Hohlnadel zur Punktion, Injektion und Extraktion und ist das präziseste Werkzeug um das Äußere mit dem Inneren zu verbinde.

Die Ausstellung ist bis Ende September zu sehen. Die Galerie im Ziegelböckdurchgang wird vom Kulturausschuss der Gemeinde Vorchdorf bespielt.


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