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Hirsch in Schonzeit erschossen: Waffenverbot nach nächtlichem Schuss am Wolfgangsee

Thomas Leitner, 01.03.2026 17:43

ST. WOLFGANG. Mitten in der Nacht fällt ein Schuss, ein Hirsch liegt tot im Gras. Jetzt ermittelt die Polizei – und spricht ein vorläufiges Waffenverbot aus.

Hirsch knabberte Siloballen an und wurde erschossen (Foto: szczepank/adobe.stock)
Hirsch knabberte Siloballen an und wurde erschossen (Foto: szczepank/adobe.stock)

Kurz nach Mitternacht eskalierte im Bezirk Gmunden ein Vorfall, der nun strafrechtliche Folgen hat. Ein 59-Jähriger soll am 28. Februar gegen 0.15 Uhr einen rund sechsjährigen Hirsch erschossen haben – und das während der Schonzeit.

Schuss auf dem eigenen Grundstück

Laut Polizei hielt der Mann gemeinsam mit einem 26-jährigen Verwandten Ausschau nach Rotwild. Beide gaben an, dass auf dem Grundstück gelagerte Siloballen und Zäune wiederholt durch Hirsche beschädigt worden seien. Als ein Tier auftauchte, feuerte der 59-Jährige mit einem Gewehr.

Ein Nachbar hörte den Schuss, entdeckte den erlegten Hirsch sowie die beiden Männer am Grundstück und verständigte umgehend die Polizei.

Beide Beteiligten verfügen über gültige Jagdkarten. Der 59-Jährige besitzt zudem eine aufrechte Ausgeherlaubnis – allerdings für einen anderen Bezirk.

Waffen, Schalldämpfer und Rotlicht sichergestellt

Bei einer Hausdurchsuchung stellten Beamte insgesamt acht legal besessene Langwaffen, zwei Schalldämpfer sowie einen selbstgebauten Schalldämpfer sicher. Zudem fanden die Ermittler ein Rotlicht-Modul und Munition in unterschiedlichen Kalibern. Teile davon lagen laut Polizei unversperrt oder frei zugänglich.

Der durch das getötete Rotwild entstandene Schaden für die zuständige Jagdgesellschaft beträgt mehr als 4.000 Euro.

Anzeige und vorläufiges Waffenverbot

Die beiden Männer werden wegen schweren Eingriffs in das Jagd- und Fischereirecht angezeigt. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft wurde informiert. Gegen beide wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

Die weiteren Ermittlungen laufen.


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