Internationale Gedenkfeier erinnerte in Ebensee an KZ-Befreiung
EBENSEE. Mit einer internationalen Gedenkfeier erinnerten Überlebenden-Angehörige, Politiker und Jugendliche an die Befreiung des KZ-Nebenlagers Ebensee vor 81 Jahren.

81 Jahre nach der Befreiung des KZ-Nebenlagers Ebensee durch amerikanische Truppen unter Kommandant Timothy Brennan am 6. Mai 1945 wurde auf der KZ-Gedenkstätte erneut an eines der dunkelsten Kapitel der Zeitgeschichte erinnert.
Gemeinsam gegen Rechtsextremismus
Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Sabine Promberger setzten die Bürgermeister des Salzkammergutes ein klares Signal. In einer gemeinsamen Erklärung unter dem Titel „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“ mahnten sie zur Wachsamkeit und Verantwortung. Das Gedenken wurde damit nicht nur zum Rückblick, sondern auch zu einer Botschaft für die Gegenwart.
Besonders bewegend waren die Ansprachen von Shimon Shahar, Sohn des KZ-Überlebenden Zvi Smitmaier, Aline Dreyer von der Amicale Belgie de Mauthausen, Gabriele Alberti, Präsident von Aned Prato, sowie Karol Polejowski, Präsident des Instituts für nationales Gedenken. Sie erinnerten an Leid, Verfolgung und die Pflicht, das Geschehene nicht dem Vergessen zu überlassen.
Viele Jugendliche bei der Feier
Das Gedenkreferat hielt Kabarettist, Schauspieler, Buchautor und Kolumnist Florian Scheuba. Neben zahlreichen Ehrengästen nahmen heuer besonders viele Jugendliche an der Befreiungsfeier teil, darunter Gäste aus Italien und aus Ebensees Partnerstadt Prato.
Musikalisch gestaltete das Ensemble „Sonderschicht“ die Feier eindrucksvoll. Den Schlusssegen spendete der Ebenseer Pfarrer Alois Rockenschaub.


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