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GMUNDEN. Die Corona-Krise und ihre Folgen stehen auch in der Bezirkshauptstadt im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch daneben wird auch weiter an der Zukunft der Stadt gearbeitet, wie Bürgermeister Stefan Krapf im Tips-Interview betont.

Bürgermeister Stefan Krapf Foto: Stadtgemeinde
Bürgermeister Stefan Krapf Foto: Stadtgemeinde

Tips: Wie geht es Ihnen als Bürgermeister in der aktuellen Lage?

Stefan Krapf: Es ist eine sehr herausfordernde Zeit für alle Entscheidungsträger: Man muss rasch entscheiden, die Umstände ändern sich oft stündlich, und manchmal sind zum Schutz der Bürger Maßnahmen notwendig, bei denen es um wirtschaftliche Existenzen geht. Das ist natürlich eine sehr belastende, auch psychisch fordernde Situation. Bei allem hat die Sicherheit der Bevölkerung als Kernaufgabe der Behörde immer oberste Priorität.

Tips: Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Gemeinde – finanziell, aber auch kulturell?

Krapf: Auch wenn man die Schäden noch nicht quantifizieren kann, so wird die Stadtgemeinde auch finanziell sicher massiv getroffen. Bei den Veranstaltungen sind wir derzeit bei einem Zeithorizont Mai/Juni, wo wir mit den Veranstaltern schauen, was stattfinden kann.

Tips: Wie sieht es bei Projekten wie dem Stadtteil Schiffslände samt Hotel aus? Wird sich der Zeitplan halten lassen?

Krapf: Die Corona-Krise fordert unsere Zeitressourcen sehr stark, aber natürlich wird die Arbeit an der Entwicklung der Stadt nicht ausgesetzt – es gibt ja auch eine Zeit nach Corona. Mit Telefonaten und Skype-Konferenzen arbeiten wir auf Hochdruck weiter. Beim angesprochenen Projekt Schiffslände ist die Ausschreibung schon in der Phase der Fertigstellung. Da der dieswöchige Gemeinderat Corona-bedingt ausfällt, verschiebt sich aber der notwendige Beschluss zur Ausschreibung. Das heißt: Natürlich beeinträchtigt die Corona-Krise die Zeitleiste, so ehrlich muss man sein. Jetzt muss man aber den Gegebenheiten entsprechend handeln und das Beste daraus machen.

Tips: Was möchten Sie den Bürgern in der aktuellen Lage gern sagen?

Krapf: Ich appelliere an die Vernunft, dass alle die Verordnungen strikt einhalten und soziale Kontakte vermeiden, gerade jetzt in dieser sensiblen Phase. Das Schutzkonzept funktioniert – aber nur, wenn sich wirklich alle an die Maßnahmen halten!


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