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Bürgermeister Stefan Krapf: „Seebahnhof und Toscanapark bleiben öffentlich zugänglich“

Daniela Toth, 28.03.2023 10:26

GMUNDEN. Von der Kinderbetreuung über das neue Seeviertel bis zu den Vorbereitungen für die Kulturhauptstadt: Bürgermeister Stefan Krapf sprach mit Tips über aktuelle Themen in Gmunden.

  1 / 2   Die aktuelle Renaturierung des Seebahnhof-Areals wird auch die Freizeitqualität verbessern. (Foto: Toth)

Tips:Gmunden will mehr Kindergartenplätze schaffen. Wo werden diese angesiedelt?

Bürgermeister Stefan Krapf: Aufgrund des Programmes Kinderland Oberösterreich der OÖ Landesregierung, das aus pädagogischen Gründen eine Reduzierung der Gruppengröße in den Kindergärten vorsieht, hat auch die Stadtgemeinde Gmunden bezüglich der Kinderbetreuung zu reagieren. Es ist auf der einen Seite eine Generalsanierung und Erweiterung des Kindergartens Marienbrücke bereits in Planung – damit soll hier ein Kindergarten nach modernsten Standards entstehen. Für weitere Gruppen sind wir gerade am Ausloten eines Standortes, wo ein Neubau vorgesehen ist. Die Kinderbetreuung ist für mich als Bürgermeister ein essenzielles und zentrales Zukunftsthema, dem auch die vollste Aufmerksamkeit gewidmet wird. Man kann von einer Kinderbetreuungs-Offensive sprechen. Bis Herbst 2025 sollen die neuen Gruppen zur Verfügung stehen, die letzten Beschlüsse werden in der Gemeinderatssitzung im Juli fallen.

Tips:Apropos Neubau: Welche Fortschritte gibt es beim Projekt Seeviertel?

Krapf: Es gab jetzt die letzte kleine Abänderung des Bebauungsplans, die aus logistischen Gründen für den Hotelbetrieb vonnöten war. Damit haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Einreichung gemacht. Der Architekturwettbewerb ist bereits abgeschlossen, die Präsentation soll in naher Zukunft erfolgen. Wichtig ist auch, dass die Verkaufssumme bereits auf dem Konto der Stadtgemeinde eingelangt ist. Eine große Bereicherung ist im Zuge der Uferrenaturierung die Neugestaltung der Uferzone – eine deutliche Attraktivierung für den Bade- und Freizeitbetrieb, wo der Wohlfühlfaktor für die Bevölkerung erheblich gesteigert wird. Ich möchte betonen, dass das Areal Seebahnhof immer öffentlich bleiben wird. Es ist ein österreichweit einzigartiges Naherholungsgebiet direkt am See.

Tips:Auch rund um eine Widmung im Toscanapark gibt es Diskussionen. Was passiert hier?

Krapf: Es ist mir ganz wichtig: Der Toscanapark muss und wird für die Öffentlichkeit zur Gänze zugänglich bleiben. Es gibt ein Teilgrundstück, das aus der Zeit vor dem aktuellen Projekt eine Baulandwidmung hat. Hier habe ich mich für eine Rückwidmung eingesetzt. Das ist auch meine persönliche Meinung: Kein einziger Quadratmeter dieses Naturjuwels darf verbaut werden.

Tips:Die Kulturhauptstadt 2024 rückt immer näher: Was wird sich hier in Gmunden tun?

Krapf: Wir sind in Gmunden sehr aktiv. Die Hauptprojekte – Sanierung Stadttheater, Artists in Residence im Stadtgartenareal, Keramikschwerpunkt und Unesco Creative City – laufen auf Hochtouren. Gmunden wird wirklich ein wichtiger Mosaikstein in diesem Projekt sein.


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