Maniacs wagen sich an Oskar Wilde
Gelungene Premiere von „Salome“ nach Oscar Wilde im Stadttheater Grein. Regisseur Christian Hochgatterer feierte mit dem Stück seinen durchaus gelungenen Versuch, routinierte und junge Schauspieler gemeinsam auf die Bühne zu bringen.

Seit 2008 entwickelt sich die Jugendtheatergruppe Maniacs kontinuierlich weiter und gewinnt an Ausdruckskraft. Die Nachwuchsschauspieler bewegen sich in ihrer neunten Saison schon sehr souverän auf der Bühne. Der Despot Herodes wird dargestellt von Hans Peter Baumfried. Seine dekatenten Gelüste fixieren sich auf die junge Stieftochter Salome. Julia Michlmayr geht völlig in der Titelrolle auf und setzt ihre Reize dafür ein, an Prediger Johannes Rache zu nehmen. Das Geschehen nimmt eine schicksalhafte Wendung. Begeisterter Premierenapplaus. In weiteren Rollen spielten: Monique Bergman, Paul Heimel, Andrea Lehner, Beate Michlmayr, Markus Schadenhofer, Jeanette und Jennifer Schaurhofer, Dominic Schlatter, und Melanie Schuhbauer.
Weitere Aufführungen finden am 4., 5., 6., 12., 13., 17., 18. und 19. März statt. An Sonntagen finden die Aufführungen bereits um 17 Uhr statt, ansonsten um 19.30 Uhr.
Kartenvorverkauf: Trafik Hader, (vormals Huber) Tel.: 07268/382 Preise: € 13,- (Ermäßigt: € 9,-)
INFO
Herodes, Herrscher über Palästina, lässt Johannes in die Zisterne werfen. Er hat Angst vor diesem Prediger, der einen neuen Glauben verkündet und der ihn des Inzests bezichtigt, weil er Herodias, die Frau seines Bruders, geheiratet hat. Die junge Salome, Herodias Tochter, eben aus Rom zurückgekehrt, ist das neue Ziel der dekadenten Begierde des Herodes. Diese weicht ihm aus, hört im Garten Johannes aus der Zisterne sprechen und ist von dem charismatischen Prediger fasziniert. Gegen alle Widerstände sucht sie eine Begegnung mit ihm. Sie bewundert ihn, nähert sich ihm, er weist sie jedoch ab. Zutiefst verletzt, bietet ihr Herodes unbewusst eine Möglichkeit, sich zu rächen.


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