Facettenreicher Kulturgenuss im Strudengau
GREIN. „Eine Komposition ist dann gelungen, wenn sie die Seele der Menschen berührt“, zitierte Walter Edtbauer, Präsident Kulturforum Donauland-Strudengau, den Komponisten Helmut Schmidinger. Bereits die Eröffnung der 24. Donaufestwochen am letzten Freitag war künstlerisch sowie kulturell ein unvergleichlicher Höhepunkt.

Die Donaufestwochen sind mit dem L“Orfeo Barockorchester und Werken von G. Ph. Telemann, J. F. Fasch und der Uraufführung einer Auftragskomposition von Helmut Schmidinger in die neue Saison gestartet. Solistin Carin van Heerden bezauberte mit ihrer Interpretation der „KlangReden“ nicht nur den Komponisten - sie riss das Publikum zu Beifallskundgebungen hin.
Stimme der Gegenwartsliteratur
Zur Tradition geworden ist bei den Donaufestwochen, dass die Eröffnungsrede von einer Stimme der österreichischen Gegenwartsliteratur gehalten wird. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Paulus Hochgatterer, Schriftsteller und Kinderpsychiater. Seine Eröffnungsrede über das Privileg, Themen die unter den Nägeln brennen beim Namen zu nennen, über die Rolle der Frau in der Musik und die damit verbundenen Missstände, übertraf in Feinheit und Geschliffenheit jede Erwartung. Auch Nationalrat Nikolaus Prinz fand Worte der Solidarität und Humanität.
Händel-Oper im Rittersaal
Die Sonntags-Matinee in der Stiftskirche Waldhausen war ganz Antonio Vivaldi gewidmet. Das Ensemble Ars Antiqua Austria, geleitet von Gunar Letzbor, gestaltete einen Vormittag voll Virtuosität, vibrierender Vielseitigkeit und intensiver Musikalität. Das war jedoch erst der Auftakt der Donaufestwochen: Noch bis 15. August werden historische Plätze im ganzen Bezirk durch alte sowie moderne Musik zum Klingen gebracht. Einen Höhepunkt der Festwochen bildet die Händel-Oper „Atalanta“, die am 4. August im Rittersaal auf Schloss Greinburg Premiere feiert. Ein umfangreicher Programmüberblick ist auf www.donau-festwochen.at zu finden.


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