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BEZIRK GRIESKIRCHEN. Vor einigen Jahren herrschte noch ein großes Angebot, um abends fortzugehen. Die Lage hat sich verändert und Discos und Bars werden zur Mangelware.

 (Foto: www.LSD.co.at)
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Oft wird berichtet, dass Corona nicht nur unser tägliches Leben, sondern die Gewohnheiten der Menschen verändert haben soll. Eine Branche, die besonders unter der Pandemie gelitten hat, ist mit Sicherheit die der Restaurants, Lokale, Bars und auch Discos. „Das Crazy Sepp gibt es seit 33 Jahren in Grieskirchen. Ich hätte nie gewagt zu denken, dass ich eines Tages überdrüssig bin und einen Nachfolger entweder in Miete, Pacht oder Betrieb suchen werde“, erzählt Thomas Altendorfer, Pächter der Disco „Crazy Sepp“.

Bar zu Hause

Nach Corona besonders, aber auch schon davor bemerkte Altendorfer eine Veränderung seiner Kunden. „Das Verhalten der Jugend hat sich total gewandelt. Früher ging man fort, um jemanden kennenzulernen. Heute sitzen die meisten nur gemeinsam herum, um den Rausch, mit dem sie schon gekommen sind, weiter zu verstärken“, erklärt der Gastronom.

Lusthouse Haag

Viele dürften lieber zu Hause trinken, als in ein Lokal oder Bar zu gehen, sei es aus Kostengründen oder Bequemlichkeit. Die Schließung der Disco „Lusthouse“ in Haag sorgte ebenfalls für Erstaunen in der Bevölkerung. Die Betreiber der Disco mussten Miete für zwölf Monate bezahlen, hatten aber immer fünf Monate geschlossen. „Wir wollten nicht mehr investieren und der Vermieter wollte uns auch nicht entgegenkommen“, sagt Andreas Leitner von der Nachtleben-Gruppe. So war es für die Lusthouse-Mieter nicht mehr rentabel, hinzu wären große Investitionen im Innenbereich nötig gewesen. Außerdem war die Besucheranzahl auch stark rückläufig.

Zukunft der Nachtlokale

„Ich fürchte, dass langsam alle Discos, Bars und Abendlokale schließen werden müssen, weil das für keinen mehr Profit bringen wird“, prognostiziert Altendorfer. Weitere Beispiele für Schließungen sind der ehemalige „Weberbartl“ am Roßmarkt in Grieskirchen, das „Till Eulenspiegel“ in Gallspach und auch das „Kimm Owa“ in Bad Schallerbach.


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