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GALLSPACH. Es war 3 Uhr Früh am Samstag, 5. August, als dicke Rauchschwaden aus einem Wohnhaus in Gallspach stiegen. Fünf Jugendliche waren zu diesem Zeitpunkt in der Nähe unterwegs und wurden zu Lebensrettern, der Brand endete dennoch tragisch.

  1 / 2   Das Wohnhaus in Gallspach war innerhalb kürzester Zeit von Rauchschwaden umgeben. Die Jugendlichen stürmten in das Gebäude und konnten die Bewohner retten. (Foto: FF Gallspach)

Ein Mensch kam beim Wohnhausbrand in Gallspach ums Leben, in seiner Wohnung war der Brand ausgebrochen. Doch ohne die schnelle Reaktion und die Hilfe von fünf Jugendlichen, die zu diesem Zeitpunkt zufällig in der Nähe waren, wäre wohl noch ein größeres Unglück passiert. Der 16-jährige Kaan Kurt war mit seinen Freunden Elias Lang, Fabian Zederbauer, Peter Blasbichler und Marcel Lehmann in der Nacht unterwegs. Er schildert, wie sie die Situation miterlebt haben: „Als wir aus dem Auto stiegen, bemerkten wir einen eigenartigen Geruch und eine große Rauchwolke. Am Anfang dachten wir, dass es ein Kamin ist und der Rauch so dicht war, weil es geregnet hat. Zirka 15 Minuten später überdeckte der Rauch den ganzen Spar-Parkplatz und der Geruch wurde unangenehmer.“

Wohnung in Flammen

Die fünf Freunde stellten sich die Frage, ob es sein könnte, dass jemand mitten im Sommer um diese Uhrzeit einheizt. Da ihnen der Geruch keine Ruhe ließ, beschlossen sie, beim Wohnhaus vorbeizuschauen: „Dann sahen wir direkt die Wohnung, wie sie in Flammen stand, rannten sofort hin, läuteten überall, bis ein Bewohner nach unten kam und die Türe aufmachte. Wir stürmten alle in das Gebäude rein und hauten gegen alle Türen und schrien so laut es geht. So konnten wir alle aufwecken. Wir haben alle aus dem Gebäude rausbekommen und warteten, bis die Feuerwehr eintraf.“ Angst hätten die fünf dabei keine gehabt. Ihr erster Gedanke war, dass sie die Menschen aus dem Gebäude retten wollten. „Wir wussten, dass um diese Zeit viele noch schlafen werden und das Feuer nicht von selber bemerken. Ein Freund konnte auch eine demente Frau rausholen, die wir dann ins Auto gebracht haben“, erzählt Kurt.

Ein Mann tot aufgefunden

Für einen 39-jährigen Bewohner des Hauses kam die Hilfe aber dennoch zu spät. Wie sich herausstellen sollte, dürfte der Mann in der Nacht auf Samstag auf dem E-Herd in seiner Wohnung gekocht haben und dabei eingeschlafen sein. Daraufhin brannte zuerst das Essen an, später fingen die Möbel und die ganze Wohnung Feuer.


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