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HAGENBERG. Mit einem großen Fest wurde die Dachgleiche des Agrar-Bildungszentrums (ABZ) Hagenberg gefeiert. Die Arbeiten am Agrarbildungszentrum Hagenberg liegen im Zeitplan. Das ABZ vereint künftig die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen Freistadt, Katsdorf und Kirchschlag.

Freuen sich über das künftige Agrarbildungszentrum Hagenberg (v.l.): Direktor Franz Scheuwimmer, Fachvorstand Regina Danninger, Direktor Franz Hofstadler, Bürgermeisterin Kathrin Kühtreiber-Leitner, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Direktor-Stellvertreter Wolfgang KeferböckFoto: Land OÖ/Schauer

Ab dem Schuljahr 2017/18 werden auf einer Nutzfläche von zirka 12.000 Quadratmetern rund 400 Schüler unterrichtet. . „In Oberösterreich wächst Qualität – auch in der Bildung. Jeder Euro, der in diesen Bereich investiert wird, kommt dem gesamten Bundesland zugute. Denn bestens qualifizierte Jugendliche sind die Zukunft“, betont Landesrat Max Hiegelsberger.

Die Sanierung der bestehenden Standorte wäre teurer und zeitgleich nicht möglich gewesen, daher entschied man sich für den Neubau. Seit dem Startschuss im vergangenen Sommer schreiten die Arbeiten zügig voran. Der Rohbau der Schule und des Internats ist abgeschlossen. Es werden bereits Zwischenwände errichtet und die Verteilerleitungen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro montiert. Durch die Bündelung der drei Schulen in einer Einrichtung wird es zu einer spürbaren Reduzierung der Betriebskosten kommen, zudem rechnet man mit einem Einsparungspotenzial von etwa zwei Dienstposten. „Das ABZ Hagenberg wird aufgrund zahlreicher Synergien über ein Angebot verfügen, das das bisherige in Qualität und Effizienz der eingesetzten Mittel deutlich übertrifft“, sagt der Landesrat. „Neben den klassischen Fachrichtungen Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement und Landwirtschaft wird das Schulzentrum viel Raum für neue Entwicklungen bieten.“

Das ABZ wird mit einer Genusslandküche ausgestattet. Im angeschlossenen Schülerheim werden die bisherigen „Mädchenschulen“ und „Burschenschulen“ zusammengeführt. Beheizt werden die Räumlichkeiten mit erneuerbarer Energie aus bäuerlichem Waldhackgut.

In einem intensiven Entwicklungsprozess wurden das Schulkonzept und die Schwerpunkte fixiert. Im ersten Jahrgang soll in einem hohen Ausmaß die koedukative, fachrichtungsübergreifende Ausbildung umgesetzt werden. Vor dem zweiten und dritten Jahrgang müssen sich die Schülerinnen und Schüler für einen der folgenden Schwerpunkte entscheiden:

Fachrichtung Landwirtschaft: Futterbau und Rinderhaltung, Ackerbau und Veredelungswirtschaft, Forst und Erneuerbare Energien 

Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement: Gesundheit und Soziales, Gastro-Management mit Schwerpunkt Landtouristik, Floristik und Gartendesign 

Gemeinsam: Betriebsmanagement und Direktvermarktung 

Partnerprojekte und Kooperation mit Softwarepark

Landesrat Hiegelsberger verweist zudem auf mehrere Synergien: „Ideale Voraussetzungen ergeben sich durch Partnerprojekte mit der AGES und dem Rinderzuchtverband Oberösterreich sowie durch die Nutzung der bildungsfreundlichen Infrastruktur mit dem Softwarepark Hagenberg.“ Für den Praxisunterricht wird auch in Zukunft das Landesgut Katsdorf genutzt.


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