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Wenn es einen Schönheitswettbewerb unter Schmetterlingen gäbe, wäre der Schillerfalter sicher ein heißer Kandidat, ist er doch wahrhaftig eine schillernde Erscheinung. Trotz seines Äußeren ist er aber eher wenig bekannt.

Der Schillerfalter ist nur selten an Blüten anzutreffen, er zieht tierische Substanzen vor. Foto: Rainer Roth

Den Namen hat der Schillerfalter nicht zu unrecht, die Flügel schillern bei bestimmten Lichteinfall intensiv blau, um dann in anderer Stellung wieder dunkelbraun auszusehen. Allerdings schillert nur das Männchen, das Weibchen behält bei jedem Lichteinfall seine bräunliche Färbung.

Klein und groß

„Den“ Schillerfalter gibt es genaugenommen eigentlich auch nicht, sondern einen „kleinen“ und einen „großen“, die aber beide zu den größeren heimischen Schmetterlingen gehören und auch auf den ersten Blick recht ähnlich aussehen.

Schillerfalter, sind ungewöhnliche Schmetterlinge, sind sie doch nur selten an Blüten anzutreffen. Stark riechende, vor allem tierische Substanzen wie Kot und Aas werden vorgezogen. So kann man ihn mit stark riechendem Käse anlocken oder des öfteren auch auf Wegen an den oben genannten „Appetithäppchen“ oder Wasserpfützen saugen sehen.

Unsichtbarer Falter

Ansonsten sind Schillerfalter oft eher unsichtbar, da sie eher im Bereich der Baumkronen unterwegs sind. Au- und Mischwälder sind daher auch ihr bevorzugtes Refugium. Dort werden Eier auf Weiden abgelegt, wo dann der Raupennachwuchs heranwächst.

Jetzt im Sommer aber ist auch die ideale Gelegenheit bei einem Waldspaziergang vielleicht am Weg einen dieser schillernden Falter zu Gesicht zu bekommen.

Verfasser: Josef Springer


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