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LINZ/LINZ-LAND. Ab heute, 8. Juli, unterstützt das Bundesheer im Zuge eines Assistenzeinsatzes die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. Aus diesem Grund besuchte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander die Behörde.

  1 / 19   Militäkommandant OÖ Dieter Muhr, Bundesministerin für Landesverteidigung Klaudia Tanner und Bezirkshauptmann Manfred Hageneder (v.l.) mit Soldaten des Assistenzeinsatzes vor der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. (Foto: Ramaseder)

Nachdem sich die Situation mit vermehrten Fallzahlen des Coronavirus seit vergangenem Freitag im Bezirk wieder zugespitzt hat, ist auch die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land derzeit voll gefordert. „Seit 12 Tagen sind wir jetzt wieder in Hochbetrieb. Derzeit sind 30 Personen von 7 Uhr bis 23 Uhr im Einsatz, hauptsächlich um das Kontaktmanagement zu bewerkstelligen und auch die Absonderungsbescheide auszustellen“, erklärt Bezirkshauptmann Manfred Hageneder.

Die Testkapazitäten werden wieder hochgefahren, alleine in Linz-Land - dem derzeit am stärksten betroffenen Bezirk - wurden bereits über 1.000 Menschen zum Testen geschickt. „Wir haben derzeit auch direkt bei uns viele Anfragen zu Testungen, da die Servicenummer 1450 teilweise überlastet ist“, so der Bezirkshauptmann. Er bedanke sich für die traditionell gute Zusammenarbeit mit dem Bundesheer, dessen Militärkommandant - Dieter Muhr aus Kronstorf - ja auch aus dem Bezirk komme und unterstrich die Wichtigkeit der Kaserne und des Flughafens in Hörsching für Linz-Land.

Zusammenhalt wichtig

Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander will sicherstellen, dass möglichst effizient und rasch gearbeitet wird: „Alle Stellen sind sehr bemüht und arbeiten bestmöglich zusammen. Es werden 28 Teststationen eingerichtet. Ziel ist es, dass jeder binnen 30 Minuten getestet werden kann“. Wichtig sei es jedenfalls die Reproduktionszahl wieder unter den Wert von „1“ zu bringen. „Um hier effizient gegensteuern zu können ist es nötig, die Ketten möglichst schnell zu erkennen“, erklärt Haberlander.

Da für die Abstriche bei den PCR-Tests ausgebildetes Personal notwendig sei, ist die Hilfe des Bundesheeres sehr wichtig. „Diese Manpower ist notwendig, um in einem sinnvollen Maße unterstützen zu können“, bedankte sich Christine Haberlander für den Einsatz des Bundesheeres.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, dass man sich auf die Soldaten des Bundesheeres besonders in Krisenzeiten verlassen könne, „obwohl es in den letzten Wochen und Monaten gefordert war, wie noch nie“. Es wurde daher auch nicht gezögert, die angeforderte Hilfe zu gewährleisten. „Die Zusammenarbeit von Land, Bundesheer, Bezirkshauptmannschaft und allen involvierten Stellen läuft vorbildlich ab“, ist Tanner froh, mit schneller Hilfe zur Verfügung stehen zu können.

Wichtige Unterstützung

Die eingesetzten Kräfte haben die Aufgabe mit den betroffenen Personen Kontakt aufzunehmen und mit einem Fragebogen Daten wie Kontaktdaten, Bewegungsprofil oder auch gesundheitlicher Zustand zu erheben („Contact-Tracing“). Darunter versteht man im Rahmen der Umgebungsuntersuchung, das Nachverfolgen von Kontaktpersonen sowie das aktive Ermitteln von Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten (oder zu einem infektiösen Verdachtsfall) hatten und infiziert sein könnten.


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