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NÖ Teichwirteverband zeigt sich erfreut über neu gesetztes "Fischotter-Management"

Olivia Lentschig, 05.04.2017 14:27

WALDVIERTEL. Heimische Teichwirte betreiben seit langen Präventionsmaßnahmen gegen Fischotter. Durch die steigende Fischotterproblematik wurde ein Maßnahmenpaket notwendig. Ein Ausbau der Fischotterzäune ist in Arbeit. Dennoch können mehr als 80 Prozent der Gesamtteichfläche des Waldviertels, nicht effektiv geschützt werden. Eine Entnahme von 40 Fischottern soll in Niederösterreich möglich sein, um die heimische Teichlandschaft und Teichwirtschaft auch für die Zukunft zu erhalten.

Willibald Hafellner, Obmann NÖ Teichwirteverband. Foto: Waldviertel Tourismus/ Thomas Topf

Eine Gefährdung der Teiche bedeutet vor allem in Regionen wie dem Waldviertel gleichzeitig auch eine Gefahr für die regionale Identität. Teiche prägen die einzigartige Landschaft. Nur ihre Bewirtschaftung sichert den Bestand. Was für die Berge die Almen sind, sind für das Waldviertel die Teiche.

Willibald Hafellner, Obmann vom NÖ Teichwirteverband erklärt dazu: „Endlich gibt es in Niederösterreich ein Fischotter-Management und eine Entscheidung in Richtung einer aktiven Bestandesregulierung. Die aus verschiedensten Gründen (nicht nur als Lieferant des ausgezeichneten Produkts Heimischer Fisch) sehr geschätzte Teichlandschaft bietet dem Fischotter einen paradiesischen und in der Natur in dieser Form nicht so vorkommenden Lebensraum. Der nach der Europäischen FFH-Richtlinie geforderte „gute Erhaltungszustand“ ist seit 2013 von der EU bestätigt, das bedeutet, dass der Fischotter im Waldviertel nicht mehr gefährdet ist. Gefährdet ist jedoch mittlerweile unsere jahrhundertealte, landeskulturell wichtige Teichbewirtschaftung und wertvolle Teichlandschaft. Ein Schutz durch Zäune – wurde übrigens schon vor mehr als 20 Jahren begonnen – ist nur in geringem Umfang für kleine Teiche sinnvoll möglich, es gibt viele große unzäunbare Teichflächen, daher braucht es auch eine Reduktion der Otterzahl.“


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