Stodertaler wollen Luxus-Campingresort in der Polsterlucke verhindern

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Von den Projektplänen wäre auch der im unmittelbaren Nahbereich liegende Schiederweiher betroffen. (Foto: Oskar Lehner)
Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 10.03.2021 07:59 Uhr

HINTERSTODER. Das geplante Campingresort auf dem Areal der ehemaligen Peham-Villa in Hinterstoder sorgt nach wie vor für Aufruhr. Ein offener Brief des Grundstücksnachbarn Carl Herzog von Württemberg und eine Online-Petition sollen den Bau verhindern.

Insgesamt 24 Zeltplätze, 93 Premium-Resort-Stellplätze, vier Campingfässer, zehn Premium-Hotel-Suiten und zwei Chalets sollen bis Ende des Jahres auf dem Areal der ehemaligen Peham-Villa errichtet werden. Nachdem der Gemeinderat den Bebauungsplan für das „Campingresort Hinterstoder“ Ende Jänner einstimmig beschloss, sind die Gemüter im Stodertal erhitzt. Carl Herzog von Württemberg, dem die angrenzenden Wald- und Wiesenflächen gehören, warnt in einem offenen Brief davor, das „rechte Maß“ zu verlieren. „Die Entwicklungen rund um die Peham-Villa erfüllen mich mit größter Sorge. Unsere Natur ist am Limit“, schreibt er.

Online-Petition gestartet

Neben den Worten des Herzogs zeigt sich auch ein Teil der Stodertaler Bevölkerung gewillt, das Projekt zu verhindern: Die von Karin Zörrer-Zeiner neu gestartete Online-Petition mit dem Titel „Rettet das Hintere Stodertal! Das Villa Peham-Areal soll Grünland bleiben!“ richtet sich an die Oberösterreichische Landesregierung, den Landtag und den Gemeinderat von Hinterstoder. „Die weitgehend unberührte Landschaft des Hinteren Stodertals sollte nicht einem Campingplatz geopfert werden“, sagt die Initiatorin.

„Rettet das Hintere Stodertal 2021“

Auch soll das YouTube-Video „Rettet das Hintere Stodertal 2021“ von Ursula Forster und Oskar Lehner aus Micheldorf auf die „geplante Verschandelung“ aufmerksam machen. „Wir verbringen oft unsere Freizeit im Stodertal. Darum ist es uns ein besonderes Anliegen, diese wunderbare Landschaft vor Verschandelung zu bewahren. Wir haben das kurzes Video produziert, weil wir glauben, dass Bilder stark emotionalisieren und besser in der Lage sind, Menschen davon zu überzeugen, welch wunderbares Naturjuwel hier in Gefahr ist“, erzählt Forster.

Bauverhandlung noch ausständig

Hinterstoders Bürgermeister Helmut Wallner (ÖVP) kommentiert das Ortsgeschehen bestimmt: „Es gibt immer unterschiedliche Meinungen, das ist klar. Aber das Projekt ist schon seit mehr als zwei Jahren Thema und dass die Fläche touristisch genutzt werden soll nichts Neues.“ Die gewerbe- und wasserrechtlichen Verhandlungen sind bereits abgeschlossen. Sobald alle Genehmigungen da sind, findet die Bauverhandlung statt.



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