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Tips Logo  Anzeige, 03.03.2022 14:00

KIRCHDORF. Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen immer mehr zu und sind seit Längerem die Todesursache Nummer eins in Europa. Neben einer erblichen Veranlagung und eventuellen Vorschäden spielt auch der eigene Lebensstil eine große Rolle bei der Entwicklung kardiologischer Erkrankungen. Vor allem gewichtsbedingte Risikofaktoren wie hohe Blutfette, Bluthochdruck und gehäuft auch Diabetes steigern die Gefahr. Regelmäßige körperliche Bewegung kann helfen.

  1 / 2   Ausdauersportarten wie Joggen, Walken und Radfahren verbrennen unliebsame Fettreserven besonders effektiv. Foto: Pixabay

Die steigenden Temperaturen und die warme Frühlingssonne schaffen Motivation für die so wichtige präventive Maßnahme. Oberarzt Dr. Klaus Davogg, Facharzt für Innere Medizin am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf, ist selbst begeisterter Hobbyläufer und weiß, wovon er spricht: „Sport senkt erwiesenermaßen die Blutfette, den Blutdruck, die Pulsfrequenz und kann sogar das Auftreten einer Zuckerkrankheit verhindern.“ Bei Patienten, die bereits unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden, kann das Fortschreiten der Krankheit durch Sport in Verbindung mit den verordneten Medikamenten deutlich vermindert werden. „Bewegung ist allerdings kein Ersatz für Arzneimittel“, warnt der Experte.

Körperliches Training ist das A und O für die Gesundheit

Gerade bei zu vielen Kilos auf den Rippen nutzt eine kurzfristige Diät alleine nicht viel. Nur langfristige Ernährungsumstellung in Kombination mit sportlicher Bewegung bringt wirkliche Ergebnisse und hilft auch, den Blutdruck zu senken. Dr. Davogg empfiehlt untrainierten Patienten zu Beginn zwei- bis dreimal in der Woche rund 20 Minuten leichtes Training wie Nordic Walken, kleine Wanderungen oder Radtouren.

In weiterer Folge kann die sportliche Aktivität alle sechs Wochen langsam gesteigert werden – mit dem Endziel, drei- bis fünfmal wöchentlich 40 bis 60 Minuten Sport zu treiben. Zum Kalorienabbau eignen sich besonders Ausdauersportarten wie Walken, Laufen und Radfahren.

Ein weiterer Aspekt des körperlichen Trainings ist – neben der positiven Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System – die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit. „Durch einen passiven, bewegungsarmen Lebensstil entwickelt sich mit dem Alter eine zunehmende körperliche Schwäche, die durch eventuelle Krankheiten und Operationen noch verstärkt werden kann“, erklärt der Oberarzt aus dem PEK Kirchdorf und fügt hinzu: „Die Folge ist eine frühzeitige Pflegebedürftigkeit, die sich durch regelmäßiges körperliches Training deutlich verringern lässt.“ Sport erhält folglich die Lebensqualität.

Gesundheits-Check-up

Bevor mit dem Training begonnen wird, sollten sich Männer ab 40 und Frauen ab rund 50 Jahren zunächst gründlich medizinisch durchchecken lassen. Bei Rauchern, die grundsätzlich ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollte die Untersuchung bereits zehn Jahre früher erfolgen. Liegen körperliche Beschwerden, beispielsweise Druckgefühle im Brustbereich, vor oder sind Blutzucker oder Blutdruck schlecht eingestellt, ist der Gang zum Mediziner vor Aufnahme des sportlichen Trainings unerlässlich.

Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf

Hausmanninger Straße 8

4560 Kirchdorf OÖ

Telefon: 05 055467-0

E-Mail: contact.pek@ooeg.at

www.ooeg.at/pek/ki


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