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MICHELDORF. Mit einem Hubschrauber wurden am Mittwochmorgen, 9. September, die ersten schweren Bauteile für den Steinschlagschutz am Georgenberg auf den Hang geflogen. 

Der Helikopter flog einige Male hin- und her. (Foto: Helmut Dietmaier)
  1 / 8   Der Helikopter flog einige Male hin- und her. (Foto: Helmut Dietmaier)

Auf der Südwestseite des Georgenbergs kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu kleineren Steinschlagereignissen. 2023 löste sich eine Felsgleitung. Wegen der steilen Hanglage und der geologischen Gegebenheiten besteht dort weiterhin Steinschlaggefahr, berichtet die Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Oberösterreich Ost, Dienstelle Kirchdorf/Krems.

Geschützt werden sollen Wohnhäuser, Nebengebäude, Garagen und die Gemeindestraße entlang der Pyhrnstraße. Das Projekt soll auch die sichere forstwirtschaftliche Bewirtschaftung des Georgenbergs ermöglichen.

Flugverkehr am Mittwochvormittag

Zwischen etwa 8 und 11 Uhr flog der Hubschrauber vom IFW-Gelände am Ortsende von Micheldorf zum Hanggrundstück am Georgenberg. Dort wurden die Bauteile abgesetzt.

Netze, Zäune und Überwachung

Geplant sind Steinschlagschutznetze und Steinschlagschutzzäune. Die Felsgleitung aus dem Jahr 2023 wird durch Felsabtrag und eine Vernetzung des Gesteins gesichert. Instabile Gesteinskörper werden oberflächlich entfernt.

Eine Felsplatte im ehemaligen Steinbruch wird außerdem mit einem Fissurometer überwacht. Dieses Messgerät kontrolliert Veränderungen an Rissen im Gestein. Das Projektgebiet liegt in einem braunen Hinweisbereich für Steinschlag. Der Gefahrenzonenplan wurde 2022 genehmigt.

Projekt kostet 510.000 Euro

Die Arbeiten laufen seit 2025 und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten betragen 510.000 Euro. Finanziert wird das Projekt von Bund, Land Oberösterreich und der Marktgemeinde Micheldorf.

Planung und Umsetzung übernimmt der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Oberösterreich Ost.


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