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MICHELDORF. In der Burgstraße und der Kaltenprunnersiedlung läuft seit April ein großes Kanalbauprojekt. Es soll bei Starkregen vor Überflutungen schützen und zugleich Leitungen sowie Straßen erneuern.

In der Burgstraße sind die Arbeiten weit fortgeschritten. (Foto: Marktgemeindeamt Micheldorf)
  1 / 3   In der Burgstraße sind die Arbeiten weit fortgeschritten. (Foto: Marktgemeindeamt Micheldorf)

In den vergangenen Jahren führten kurze, heftige Regenfälle immer wieder zu Problemen. Keller, Tiefgaragen und Gebäude wurden überflutet. Auch die Kanalisation war stark belastet.

Die Marktgemeinde Micheldorf lässt deshalb Hangwasser künftig gezielt sammeln und ableiten. Geplant wurde das Projekt von der IKW ZT GmbH, die auch die örtliche Bauaufsicht übernimmt. Die Swietelsky AG führt die Arbeiten aus.

Ein rund 3.600 Quadratmeter großes Rückhaltebecken wird etwa 2.400 Kubikmeter Wasser speichern. Von dort fließt das Wasser gedrosselt über rund 800 Meter Regenwasserkanäle in die Krems. Das Becken wird so an das Gelände angepasst, dass es weiterhin mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen bewirtschaftet werden kann.

Straßen und Leitungen werden erneuert

Der Bauabschnitt in der Kaltenprunnersiedlung ist bereits zur Gänze fertiggestellt. Auch der Leitungsbau in der Peter-Rosegger-Straße ist abgeschlossen und in der Burgstraße weit fortgeschritten.

Im Oktober und November folgen Straßenbauarbeiten. Insgesamt werden rund 4.000 Quadratmeter Straßenfläche neu asphaltiert. Dabei werden auch Straßeneinläufe neu angeschlossen. Trinkwasserleitungen, die Verkabelung der Straßenbeleuchtung und alte Masten werden erneuert. Der Gehsteig in der Burgstraße wird auf die vorgeschriebene Breite gebracht.

Danach entstehen das Rückhaltebecken in der Franz-Stelzhamer-Straße und die Zuläufe hangaufwärts. Restarbeiten sind für das Frühjahr 2027 geplant. Die Gesamtkosten betragen mehr als 1,5 Millionen Euro.

„Wir müssen uns an die klimatischen Veränderungen im Hinblick auf trockene Phasen und kurzer Starkregenfällen anpassen. Und mit diesem Projekt setzt die Marktgemeinde Micheldorf einerseits einen wichtigen Schritt für die Versorgungssicherheit mit Erneuerung der Trinkwasserleitungen, denn auch Wasserverlust bei alten Anlagen müssen wir eindämmen, vor allem aber wird mit der Entschärfung der Hangwassersituation und einer geordneten Ableitung der Regenwässer eine Sicherheit für die betroffenen Bewohnern geschaffen“, sagt Bauabteilungsleiter und stellvertretender Amtsleiter Stefan Lachinger über das Projekt.


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