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KIRCHHAM. Mit einer Unzahl gelber Pfeile, die neben der Straße achtlos weggeworfenen Müll markierten, wurde Kirchham im Frühling über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Für die gelungene Anti-Müll-Initiative erhielt die Gemeinde nun die Auszeichnung „Sauberste Region Österreichs“.

Nicht nur Bürgermeister Hans Kronberger und ARA-Testimonial Gregor Schlierenzauer freuten sich über die verliehene Ortstafel Foto: Klemens Fellner

Die nun ausgezeichnete Kirchamer Idee entstand durch die jährliche Flurreinigungsaktion, wie Umweltausschuss-Obmann Stefan Söllner bei der feierlichen Übergabe der „Ehren-Ortstafel“ im Kirchhamer Gemeindesaal erzählte.

Lebensgefahr für Kühe durch Aludosen im Futter

Er sei immer wieder angesprochen worden, etwas zu unternehmen, und erfahre auch selbst als Landwirt tagtäglich die Probleme mit dem Müll: „Vor allem die Aludosen sind ein Problem: Sie splittern beim Mähen, und wenn sie ins Futter kommen, ist das für die Tiere sehr gefährlich“. Im März markierte man schließlich mit 300 Pfeilen den Müll auf einem einen Kilometer langen Straßenstück (Tips berichtete). Die Reaktionen in der 2059-Seelen Gemeinde fielen rundweg positiv aus, und der Effekt der Müllvermeidung hält bis heute an.

Lob von Gregor Schlierenzauer

Als Testimonial ließ es sich Gregor Schlierenzauer nicht nehmen, den Award persönlich an die Siegergemeinde zu übergeben. „Als Botschafter der Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ liegt mir eine saubere Umwelt besonders am Herzen. Ich gratuliere Kirchham zum verdienten Erfolg!“ Über seine Anwesenheit freute sich besonders die Feuerwehrjugend, die beim Aufstellen der Pfeile großen Einsatz gezeigt hatte.

Weitere Schritte gefordert

„Wir haben mit bescheidenen Ressourcen maximale Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema erreicht“, fasste Kronberger das Ergebnis der Pfeil-Aktion zusammen – und nützte die Gelegenheit, ein Pfandsystem für Verpackungsmüll zu fordern: „Es kann nicht sein, dass die einen einen maximalen Gewinn machen, und die anderen den Müll einsammeln.“

Die Ehrung „Sauberste Gemeinde“ wird von der Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ in Kooperation mit Gemeindebund, Österreich Werbung und Städtebund vergeben


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