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KOLLERSCHLAG. Die Terror-Anschläge in Paris haben wohl niemanden kalt gelassen. Sie drücken auch die Stimmung im Flüchtlingslager an der Grenze in Hanging, weiß Kollerschlags Bürgermeister Franz Saxinger.

Die Stockhalle in Kollerschlag war am Wochenende überfüllt. Dieses Notquartier des Roten Kreuzes wird mit Ende November geschlossen. Foto: Fellhofer

„Diese Anschläge sind Wasser auf den Mühlen der Asyl-Gegner“, sagt der Bürgermeister, dessen kleine Gemeinde seit Wochen ein Zentrum des Flüchtlingsstroms ist. Angst unter der Bevölkerung merke er nicht. Aber generell sei die schon so lange andauernde Situation zermürbend.

Am Wochenende war das von der Polizei betriebene Transitzelt wieder überfüllt, ebenso wie das Rotkreuz-Notlager in der Stockhalle. „Wir versuchen, die Belastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Deshalb haben wir jetzt auch einen Kiosk in Hanging aufgestellt, damit die Wanderungen nach Kollerschlag weniger werden“, berichtet Saxinger. Sein Wunsch wäre, dass der Zwischenstopp an der Grenze wegfällt und die Flüchtlinge gleich in die nächsten deutschen Aufnahmezentren gebracht werden. Denn wenn der Winter kommt, müsse man ohnehin neue Lösungen finden.

Wer freiwillig an der Grenze helfen will, kann sich bei der Rotkreuz-Bezirksleitstelle melden (Tel. 07289/6444). Hier werden die Helfer koordiniert. Welche Sachspenden aktuell benötigt werden, erfährt man auf der Facebook-Seite der Bezirksleitstelle Rohrbach.


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