Brandserie geklärt-Polizei fasst mutmaßlichen Brandstifter
KREMS. In den vergangenen Tagen hielt eine Brandserie die Kremser Feuerwehr in Schach. Seit Ende Juli brannte es neunmal Mal im Stadtgebiet, Müllcontainer und Holzstöße standen in Flammen. Jetzt können die Einsatzkräfte aufatmen: In der Nacht auf Dienstag gelang es der Polizei, einen 19-jährigen Tatverdächtigen festzunehmen. Dieser zeigt sich geständig.

45.000 Euro Schaden verursachte ein Containerbrand in der Kaiser-Friedrich-Straße, der sich auf eine Hausfassade und ein Eingangstor ausbreitete. Bei der Umweltinsel Schießstattgasse wurden in der Nacht auf 27. Juli je zwei Papier- und Metallbehälter zerstört. Am 28. Juli gab es gleich dreimal in einer Nacht Feueralarm: am Bahnhofplatz, am Dominikanerplatz und in der Roseggerstraße gingen Papiercontainer in Flammen auf. Zuletzt brannte in der Nacht auf Sonntag, 2. August, wie schon in der Nacht zuvor, ein Holzstoß zwischen dem Treppelweg und B3 auf Höhe Mitterau. Verletzt wurde niemand, die Einsatzkosten belaufen sich laut Feuerwehr jedoch auf mehrere Tausend Euro.
Verdächtiger festgenommen
Laut Polizei konnten zwei Kriminalbeamte in der Nacht auf Dienstag (4. August) einen Tatverdächtigen fassen. Die beiden Polizisten hatten sich beim Treppelweg in der Mitterau auf die Lauer gelegt. Dort beobachteten sie gegen 23 Uhr einen jungen Mann, der mit einem Feuerzeug versuchte, einen Holzstoß anzuzünden.
Der 19-Jährige zeigte sich bei seiner Einvernahme laut Polizei geständig, teils auf Anstiftung eines 17-jährigen Freundes, seit Februar insgesamt elf Papiermüllbehälter angezündet zu haben. Weiters räumte er fünf Flurbrände sowie zwei vollendete und zwei versuchte Brandstiftungen an Holzstößen ein. Der 17-jährige Freund wurde ebenso einvernommen und zeigte sich geständig, den 19-Jährigen zu zahlreichen Tatorten gefahren, ihn instruiert und zu den Taten angestiftet zu haben. Außerdem gestand er, im April 2015 selbst eine Böschung in Brand gesteckt zu haben.
Täter ist Feuerwehrmann
Neben Ermittlungen der Polizei wird gegen den 19-Jährigen, der selbst Feuerwehrmitglied ist, auch ein Disziplinarverfahren der Feuerwehr eingeleitet. „Gegen Brandstifter in den eigenen Reihen wird mit aller juristischen und disziplinären Härte vorgegangen“, so Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.








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