Herkunftskennzeichnung ist für heimische Bauern elementar
LAMBRECHTEN. Mehr als 250 Bauern folgten der Einladung von Bauernbund-Bezirksobmann Josef Diermayer und Bezirksbäuerin Gabriela Stiegl- mayr zum Sommergespräch nach Lambrechten. Referent des Abends war Hannes Royer aus Schladming.

Hannes Royer ist Initiator, Gründer, Sprecher und Obmann. Der Schladminger Bauer und Unternehmer verschreibt sich mit dem unabhängigen Verein „Land schafft Leben“ der Bewusstseinsbildung rund um österreichische Lebensmittel. Der geborene Kommunikator weicht die oft verhärteten Fronten zwischen den Branchen in der Wertschöpfungskette auf und bringt Bauern, Verarbeiter, Händler und Konsumenten an einen Tisch und das wortwörtlich.
Viele Jugendliche wissen wenig über Lebensmittel
Der 2014 gegründete Verein hat inzwischen 250 Filme über die Produktion von österreichischen Lebensmitteln hergestellt. Hannes Royer ist oft verwundert, wie wenig Kinder und Jugendliche über die täglich zu sich genommen Lebensmittel wissen. Entstehung, Produktion und Herkunft von Lebensmittel sind vielen Konsumenten inzwischen fremd. Aus diesem Grund arbeitet der Verein in Abstimmung mit dem Bundesministerium auch an einem neuen Konzept für Schulen und Pädagogen.
Forderung nach einer Aufklärungskampagne
Bürgermeister Manfred Hofinger unterstreicht die Notwendigkeit einer Aufklärungskampagne, wie unsere heimischen Lebensmittel produziert werden und sieht auch in der Herkunftskennzeichnung einige Defizite.
Konsument muss besser informiert sein
„Der Konsument sollte informiert sein, wenn er ein Schnitzel oder den Rinderbraten außer Haus isst, ob dieses aus Österreich oder einem anderen Land stammt“, so Hofinger. Bei täglich mehr als zwei Millionen Essen außer Haus ist es für die österreichische Landwirtschaft entscheidend, ob heimische Lebensmittel in der Gastronomie verarbeitet und serviert werden.


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