Auferstanden aus der Kirchenruine: Sanierung der Zettwinger Kirche läuft
BEZIRK FREISTADT/SÜDBÖHMEN. Gut voran schreitet die Sanierung der Maria-Geburt-Kirche in Cetviny/Zettwing an der Grenze zu Österreich. Gemeinsam mit dem Bauamt des Bistums Budweis hat das Zukunftsforum Freiwald die erste Renovierungsetappe mit Jahresende abgeschlossen. Im Jahr 2017 geht es weiter.

Die unmittelbar an der Maltsch zwischen Lepoldschlag und Windhaag bei Freistadt in Südböhmen gelegene gotische Kirche ist 2003 gleichsam aus einer Kirchenruine auferstanden. Die inzwischen aufgetretenen Nässeschäden nagen aber bereits wieder an den alten Mauern aus dem 17. Jahrhundert.
Wertvolle gotische Bausubstanz
Entlang de Außenmauern wurden daher ein Lüftungskanal und eine Drainage angebracht, um die wertvolle gotische Bausubstanz mit den 600 Jahre alten Fresken zu sichern. Für 2017 ist die Sanierung des schon bis in zwei Meter Höhe schadhaften Innenputzes vorgesehen. Finanziell untersützt wird das länderübergreifende, vom Zukunftsforum Freiwald mit Obmann Hubert Roiß koordinierte Projekt von Deutsch- Tschechischen Zukunftsfonds, dem Land Oberösterreich sowie dem deutschen Verein Glaube + Heimat, die Plattform der ehemaligen deutschsprachigen Bewohner des Ortes Zettwing.
Zeitgeschichtliche Aufarbeitung
Parallel zur baulichen Sanierung erfolgt mit dem ergänzenden Projekt „Erinnerungsort Zettwing“ auch die Aufarbeitung der spannenden zeitgeschichtlichen Ereignisse des 1956 am Eisernen Vorhang ausradierten Grenzortes.
Zudem ist Zettwing Zielpunkt von Exkursionsprogrammen des Green Belt Centers in Windhaag und des Natura2000-Infopoints in Leopoldschlag.


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