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PASCHING. Im Ortsteil Wagram wurde ein neues Marterl zu Ehren der einst Vertriebenen, die sich nach dem zweiten Weltkrieg in Pasching niedergelassen haben, errichtet. Die Segnung des Gedenksteins fand am 20. Oktober statt.

Konsistorialrat Max Mittendorfer segnete das Marterl. (Foto: Gemeinde Pasching)
Konsistorialrat Max Mittendorfer segnete das Marterl. (Foto: Gemeinde Pasching)

Sie kamen gegen Ende des zweiten Weltkriegs aus unterschiedlichsten Teilen Europas nach Pasching – und hatten doch alle dasselbe Schicksal: Vertriebene aus der Bukowina, aus Siebenbürgen, dem Sudetenland, der osteuropäischen Donauregion oder aus den Karpaten mussten sich schmerzlich von ihrer alten Heimat trennen und fanden im OÖ-Zentralraum ein neues Zuhause. Hier haben sie sich ein Leben aufgebaut, Geschäfte eröffnet, die Gemeinschaft bereichert.

Zur Erinnerung daran ließ die Gemeinde Pasching ein Marterl im Ortsteil Wagram, Am Schöppfeld, errichten. Der Gedenkstein wurde am 20. Oktober durch Konsistorialrat Max Mittendorfer feierlich gesegnet, anschließend lud die Gemeinde gemeinsam mit der katholischen Frauenbewegung zur Agape.

Zeichen der Dankbarkeit

Das mit Bildstockmalerei gestaltete Marterl zeigt die fünf Wappen der vertriebenen Volksgruppen, die sich in Pasching niedergelassen haben. Das Denkmal soll nicht nur Wertschätzung seitens der Gemeinde ausdrücken, sondern für Toleranz, Verständnis und Mitgefühl stehen – unabhängig von der Herkunft.

„Es erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Menschen willkommen zu heißen, die ihre Heimat verlassen mussten, und ihnen die Möglichkeit zu geben, in unserer Gemeinschaft Fuß zu fassen“, so Paschings Bürgermeister Markus Hofko.


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