Ein Abenteuer in Containern: Schüler starten Schuljahr im Provisorium
TRAUN. Die Sanierung der Volksschule St. Martin brachte im Sommer unerwartete Probleme zutage. Eine veraltete Dachkonstruktion machte eine vollständige Erneuerung nötig, weshalb der Schulbetrieb in das Schuljahr 2024/2025 kurzfristig in ein Provisorium aus rund 90 Containern verlegt werden musste.

Trotz der großen Herausforderung gelang es, den Unterricht pünktlich zu starten – eine Leistung, die Schüler, Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen beeindruckt. „Zunächst war geplant, den Schulbetrieb parallel zur Baustelle fortzuführen“, berichtet Direktorin Ulrike Fellinger. Doch die entdeckten Mängel an der Bausubstanz erforderten schnelles Handeln: „Da größtmögliche Sicherheit für unsere Kinder, Eltern und Lehrer oberste Priorität genießt, wurde entschieden, binnen kürzester Zeit eine Containeranlage für das Schuljahr zu errichten“.
Besonderes Erlebnis für die Kinder
Während ein Unterricht in Containern für viele nach einer Notlösung klingt, empfinden die Schüler die Situation als echtes Abenteuer. „Die Rahmenbedingungen wurden so gestaltet, dass sie den Bedürfnissen der Kinder und Lehrkräfte optimal entsprechen. Die Stimmung ist gut, und die Kinder haben sich schnell eingelebt“, erklärt Fellinger. Die kleinen Schüler „erleben die Situation als großes Abenteuer“.
Besuch vom Bürgermeister
Um sich ein Bild der Lage zu machen, besuchte Bürgermeister Karl-Heinz Koll die provisorische Schuleinrichtung. Er zeigte sich beeindruckt von der schnellen Umsetzung und der positiven Atmosphäre vor Ort: „Es ist schon sehr außergewöhnlich, was hier vor Ort geleistet wird. Nicht nur die Schüler machen einen zufriedenen Eindruck in ihrer temporären Lernumgebung, sondern auch die Baufortschritte gehen wie geplant voran. Allein die große Anzahl an Beteiligten zeigt die besondere Leistung dieser kurzfristigen Umsetzung.“
Als kleine Aufmerksamkeit brachte der Bürgermeister Springschnüre für die Kinder mit. Eine Geste, die laut Fellinger auf große Begeisterung stieß: „Es sind oftmals die kleinen Sachen im Leben, die einem eine riesige Freude bereiten. Die Freude bei den Kleinen war jedenfalls riesengroß und sie werden dieses außergewöhnliche Schuljahr bestimmte lange in Erinnerung behalten.“
Das Containerprovisorium hat nicht nur den Vorteil, dass die Schüler ungestört lernen können, sondern auch, dass die Bauzeit verkürzt wird. Die Fertigstellung der sanierten Volksschule rückt dadurch schneller in greifbare Nähe.


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