Zwei Kinderärzte fix im Team
TRAUN. Nachdem mit dem Gesundheits- und Stadtteilzentrum (STZ) Weidfeld in Traun/St. Dionysen der Standort für das neue Primärversorgungszentrum (PVZ) Traun festgelegt wurde, ist nun das ärztliche Team komplett: Acht Mediziner sind von Beginn an mit an Bord – darunter auch eine Fachärztin und ein Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde.

Während andernorts händeringend nach ihnen gesucht wird, konnten mit Lydia Obernosterer und Thomas Hofer gleich zwei erfahrene Kinderärzte gewonnen werden. Sie freuen sich mit Projektinitiator Johann Jagersberger sowie fünf weiteren Allgemeinmedizinern auf die Zusammenarbeit im PVZ, das im Jänner 2023 eröffnen wird.
Humanitäres Engagement
Lydia Obernosterer (45), aufgewachsen in Kärnten, studierte an der Medizinischen Universität Graz. Seit 2006 ist sie im Klinikum Wels-Grieskirchen tätig, dort schloss sie nach dem Turnus für Allgemeinmedizin auch die Facharztausbildung ab. Dazwischen setzte sie sich mehrmals für die medizinische Versorgung in Uganda ein. Mit ihrem Mann und ihren beiden damals noch kleinen Kindern verbrachte sie insgesamt vier Jahre in dem ostafrikanischen Land. Obernosterer hat zahlreiche Weiterbildungen absolviert, unter anderem in den Bereichen pädiatrische Infektiologie sowie pädiatrische Pneumologie und Allergologie.
Spezielles Zusatzfach
Nach dem Medizinstudium in Graz startete der aus der Steiermark stammende Thomas Hofer 2010 seine Arbeit am Klinikum Wels-Grieskirchen. Nach dem Abschluss zum Allgemeinmediziner absolvierte er dort auch die Facharztausbildung der Kinderheilkunde. Der 38-jährige Vater eines Sohnes und einer Tochter ist Experte für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Leber bei Kindern. Neben der Allgemeinpädiatrie betreut er im Klinikum Wels-Grieskirchen auch die Kindergastroenterologie-Ambulanz, dieser wird er voraussichtlich weiterhin einen Tag pro Woche erhalten bleiben.
Geballte Gesundheitsversorgung unter einem Dach
Neben dem ärztlichen Team werden Fachkräfte aus den Bereichen Pflege, Physiotherapie, Psychologie und Psychotherapie, Diätologie, Logopädie sowie aus der Sozialarbeit im PVZ tätig sein. „Der interdisziplinäre Austausch und die Arbeit im Team sowie die kurzen Wege sind wesentliche Vorteile eines Primärversorgungszentrums“, sagt Lydia Obernosterer. Die enge Vernetzung zwischen den Fachbereichen und die kurzen Wege im PVZ unterstützen den Heilungsprozess. „Im niedergelassenen Bereich werden die jungen Patienten oft von frühester Kindheit bis ins Erwachsenenalter begleitet. Im PVZ können wir sie und ihre Familien vollumfänglich bei allen gesundheitlichen Fragen unterstützen“, ergänzt Thomas Hofer.


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