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SP-Bezirksfrauenvorsitzende Gisela Peutlberger-Naderer verurteilt schwarz-blaue Kürzungspläne

Rafael Haslauer, 24.10.2017 10:43

LINZ-LAND. Die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten soll künftig zwischen 70 und 95 Euro kosten und würde vor allem Alleinverdienerinnen treffen. Nach der Kürzung der Wohnbeihilfe sei das der nächste gravierende finanzielle Einschnitt für diese Gruppe.

„Es ist unglaublich, mit welcher 'Treffsicherheit' sich Schwarz-Blau bei den Kürzungsplänen wieder einmal die Schwächsten der Gesellschaft, nämlich Frauen und Kinder, ausgesucht hat. Sie bieten aber auch einen Vorgeschmack darauf, was auf die Bürgern bei einer schwarz-blauen Koalition im Bund zukommen wird“, verurteilt  Bezirksfrauenvorsitzende Gisela Peutlberger-Naderer die geplanten Sparmaßnahmen für Familien in Oberösterreich, die jegliches soziale Gespür vermissen lassen.

Frühkindliche Bildung

Es stehe zu befürchten, dass aufgrund der Kosten künftig weniger Eltern ihre Kinder in den Kindergarten bringen werden, obwohl  feststeht und wissenschaftlich belegt ist, wie wichtig frühkindliche Bildung ist – ganz besonders für Kinder aus sozial benachteiligten Familien und solchen mit Migrationshintergrund. Wenn weniger Kinder im Kindergarten angemeldet werden, würde das in weiterer Folge aber auch die Kindergärtnerinnen treffen, die dann mit Einkommensverlusten zu rechnen hätten.

Unabhängigkeit untergraben

„Für mich stellt sich die Frage, was vielleicht sonst noch hinter dieser völlig unsensiblen Kürzungsmaßnahme steht. Will man damit gar das klassisch-konservative Familienmodell unter dem Motto 'Frauen kümmert euch um eure Kinder und bleibt am Herd' propagieren und neu aufleben lassen? Es würde auf jeden Fall die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen, die vielfach ohnehin auf töneren Füßen steht, weiter untergraben“, betont Peutlberger-Naderer.


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