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BEZIRK. Der Gemeinde Dienstleistungsverband Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben (GDA) hat 2021 eine Unzahl an Themen betreut. Einige Projekte stechen dabei besonders heraus.

(v. r.) GDA-Obmann Landtagsabgeordneter Bürgermeister Anton Kasser mit Obmann-Stellvertreterin Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer, GDA-Geschäftsführer Wolfgang Lindorfer und Obmann-Stellvertreter Bürgermeister Karl Huber (Foto: GDA)

Dabei handelt es sich unter anderem um das Projekt „Dein Recycling-Beitrag“. Recycling ist aktive Arbeit am Klimaschutz. „Trotz sehr zufriedenstellender Recyclingquote im vergangenen Jahr sind wir weiter auf die Mithilfe der Menschen in der Region angewiesen. Auch der Einweg-Pfand ab 2025 trägt zum Klimaschutz bei“, so GDA-Obmann Anton Kasser.

Lang umkämpftes Pfandsystem

Ab 2025 ist es nämlich so weit: Das lang umkämpfte Pfandsystem für Getränkedosen und -flaschen wird eingeführt. Das ist ein wichtiger Schritt gegen das achtlose Wegwerfen vieler Verpackungen. „Weitere Schritte werden bis dahin notwendig sein, um die Ziele der EU bezüglich Nachhaltigkeit und Recycling-Wirtschaft erreichen zu können. In unserer Region arbeiten wir bereits seit Jahrzehnten daran, die Recyclingquoten stetig voranzutreiben“, erklärt Kasser.

Recyclingquote

Letztes Jahr sei es gelungen, einen Recycling-Höchstwert zu erreichen, doch auch dieser werde laut GDA-Obmann für die Zukunft und für die Ziele des Klimaschutzes nicht ausreichen. Kasser: „Wir benötigen dazu nicht nur ein optimales Sammel- und Abgabesystem für alle Abfälle und Wertstoffe, sondern auch die Mithilfe der Bürger. Der tägliche Recycling-Beitrag der Menschen aus der Region Amstetten ist einer der wichtigsten Schritte in Richtung ordnungsgemäßes Entsorgen, Wiederverwenden von Wertstoffen und damit auch eine bedeutende Maßnahme für eine gute Recycling- und Klimaschutz Strategie“.

Anstrengungen verstärken

Was das konkret bedeutet? Man werde in den nächsten Jahren die Anstrengungen noch verstärken müssen und auch den kleinsten Wertstoff in die entsprechenden Sammelbehälter beim Recycling Platz’l oder in den Gelben Sack einbringen, anstatt diesen über den Restabfall zu entsorgen. „Das sichert ein Mehr an Recycling-Material und damit auch ein Mehr an Rohstoffen, die wieder verwendet zu uns zurückkommen. Das beweist uns täglich das Zeitungspapier, da dieses traditionell schon seit Jahren nahezu aus 100 Prozent Recycling-Papier besteht. Aber auch bei den PET-Flaschen sind bereits viele Flaschen aus Recycling-Material im Einsatz – erste wichtige Schritte, die jedoch noch intensiviert werden müssen“, so Kasser, der die Bürger auffordert, mitzuarbeiten und ihren Recycling-Beitrag zu leisten, egal ob in der Früh beim Trennen vom Joghurtbecher und Kaffeesud oder beim Mittagessen, wenn man auf regionale Produkte auf der Speisekarte setzt, bis hin zur Abgabe von alten Elektronikteilen bei den Sammelstellen in der Region.

„Dichtes Netz an Sammelstellen“

„Der GDA bietet dazu ein dichtes Netz an Sammelstellen, deren Öffnungstermine und weitere Information jederzeit über die zugehörige GDA-App gratis im App Store abgerufen werden können. Alles in allem sind wir für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet. Doch nur mit der Mitarbeit der Bevölkerung werden wir es schaffen“, ist Kasser überzeugt.

Automat für Gelbe Säcke

Ein wichtiges Projekt des GDA im Jahr 2021 war der erste Gelbe Sack-Automat für die Region Amstetten. 2018 wurde die Kunststoffsammlung im Bezirk umgestellt und der Gelbe Sack nahm Einzug in die Haushalte. Grund hierfür war laut Kasser „das schlechte Trennverhalten bei den alten anonymen Sammelinseln, wodurch die Kunststoffsammlung deutlich an Qualität verlor“. „Umso erfreulicher ist das Ergebnis der Umstellung, denn wir haben 50 Prozent weniger, sprich 205 Tonnen weniger Fehlwürfe in der Sammlung von Verpackungskunststoffen und Verbundstoffen. Zudem hat sich die Sammelqualität der Kunststoffe deutlich verbessert. Der Gelbe Sack steigert und wertet das Kunststoff-Recycling somit auf, berichtet der GDA-Obmann.Seit der Umstellung 2018 wurden 6.862 Tonnen Verpackungskunststoffe gesammelt und über zwei Millionen Gelbe Säcke verteilt. Wer mit der 13er-Rolle nicht auskommt, kann sich zusätzlich 6er-Rollen von seiner Gemeinde abholen.

Serviceleistung

Als weitere Serviceleistung hat der GDA seinen ersten Gelben Sack-Automaten beim ESM in der Jacob-Mayer-Straße 1 in Amstetten eröffnet. „Der Gelbe Sack-Automat ist eine zusätzliche Dienstleistung des GDA, um den Bürgern das Abfalltrennen von Kunststoffen zu erleichtern und flexibler zu machen“, informiert Kasser. Bei der Anschaffung des Automaten wurde ebenso auf die Umwelt geachtet, da der Gelbe Sack-Automat ein ausrangierter Getränke Automat ist. Wer übrigens Alternativen zu Plastik sucht oder auf plastiklose Produkte aufmerksam machen möchte, kann dies über das kostenfreie PlastikLos-Tool tun. Infos: www.gda.gv.at/app

Energieraumplanung

Abgesehen von Projekten in Sachen Kleinwasserkraft, Energiegemeinschaften, digitaler Abfallberatung oder der Tarif­anpassung war auch die Energieraumplanung Thema des GDA. Baulücken und freie Flächen im Ortskern werden oft lange nicht genutzt und verursachen Kosten für Gemeinden. Die Klima- und Energie Modellregion (KEM) Amstetten erkannte die Herausforderung und bot den Gemeinden eine unabhängige Unterstützung zum Thema „Baulandmobilisierung“ an. Konkret wurden mit der Firma Kommunaldialog GmbH Beratungstage für Gemeinden durchgeführt.

Weitere Infos zum GDATel. 07475/53340200www.gda.gv.at

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