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Linz-Land. Nicht nur die Coronapandemie hat viele Versäumnisse der letzten Jahre im Pflegebereich augenscheinlich werden lassen. Jetzt hat die Bundesregierung eine Reform angekündigt. Tips hat sich bei den Parteien im Bezirk umgehört, wie ihr Fazit dazu ausfällt.

Eine Pflegereform wurde angekündigt (Foto: ake1150 – stock.adobe.com)
Eine Pflegereform wurde angekündigt (Foto: ake1150 – stock.adobe.com)

Die umfassende Pflegereform soll Verbesserungen für den Pflegeberuf, die Pflegeausbildung sowie für Betroffene und deren pflegende Angehörige – inklusive der 24-Stunden-Betreuung – bringen. Die insgesamt 20 Maßnahmen umfassen ein Volumen von einer Milliarde Euro bis zum Ende der Gesetzgebungsperiode.

„Ich begrüße das kürzlich präsentierte Pflegepaket des Bundes sehr. Es enthält wichtige Maßnahmen für die Mitarbeiter in den Pflegeberufen und auch einige Verbesserungen für die Pflegeausbildung. Viele Forderungen aus Oberösterreich wurden in diesem Paket berücksichtigt und umgesetzt. Jede Maßnahme, die hilft, um den Personalmangel in den Pflegeberufen zu bekämpfen, ist wichtig und richtig. Eine bessere Entlohnung ist da natürlich ein wesentlicher Aspekt“, so ÖVP-Bezirksparteiobmann Wolfgang Stanek.

Nicht alles eitel Wonne

„Das vorgestellte Paket ist ein erster guter Schritt, dem aber weitere folgen müssen. Zentrale Forderungen von Gewerkschaften und SPÖ werden endlich umgesetzt, z. B. eine Ausbildungsfinanzierung, mehr Pflegegeld für Demenzerkrankte, ein Rechtsanspruch auf Pflegekarenz. Einiges bleibt aber noch sehr unkonkret, etwa versprochene Verbesserungen in der 24-Stunden-Betreuung“, so SPÖ-Bezirksvorsitzender Tobias Höglinger. „Auch dass sämtliche Maßnahmen auf zwei Jahre befristet sind, schafft keine vertrauensvolle Basis und ist eine bloße Verschiebung von dringend zu klärenden Finanzierungsfragen.“

Auch Christian Partoll, FPÖ-Bezirksparteiobmann, gibt sich mit der Verkündigung noch nicht zufrieden: „Die Ankündigung einer Pflegereform habe ich – wie all die vollmundigen Ankündigungen zuvor – zur Kenntnis genommen. Dass Theorie und Praxis bei dieser Bundesregierung weit auseinanderliegen, wurde jüngst durch den völlig verkorksten Energiegutschein erneut unter Beweis gestellt. Eine fundierte Bewertung der Reform kann daher erst erfolgen, wenn sie tatsächlich umgesetzt ist.“


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