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Farbintensiv, wild, schön und voller Magie sind Arnulf Rainers neue Werke, die bis 30. Juli im Kunstmuseum Lentos zu sehen sind. Rainer, der Widersprüchliche, der Komplexe, der Meisterprovokateur, zeigt, dass er auch mit seinen 88 Jahren springlebendig ist.
 

Arnulf Rainer Foto: maschekS
  1 / 2   Arnulf Rainer Foto: maschekS

Insgesamt drei Mal war Arnulf Rainer mit einer Einzelschau im Lentos Kunstmuseum bzw. früher der Neuen Galerie der Stadt Linz zu Gast. Der in Baden geborene Künstler gilt als der Begründer des Informel in Österreich. Die in den 50er Jahren entwickelten Übermalungen machten ihn weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Aus Materialmangel beging Rainer seine ersten Übermalungen und fand damit zu seinem eigenen Stil. Mit poetischer Gelassenheit und Präzision zaubert Arnulf Rainer in seinen neuesten Arbeiten, die derzeit im Lentos zu sehen sind, schöpferische Zusammenhänge, virtuose Farbklänge und emotionale Kraftlinien. Sie sind lebensfroh, wirken behutsam und offenbaren, wie viele Spätwerke, eine außerordentliche Leichtigkeit. Rainer übermalt und verbirgt nichts mehr. Alles Darunterliegende, das den Künstler, der großteils in OÖ und im Winter auf Teneriffa lebt, einst in einen Erregungszustand versetzte, hat sich aufgelöst.

Sie verbildlichen eine neue Freiheit und die gegensätzlichen Grundprinzipien von Rainers Kunst: das Gestisch-Expressive oder das Ruhig-Meditative. Alle in der Ausstellung gezeigten Exponate sind ohne Titel und im Zeitraum von 2015 bis 2016 entstanden und werden zum ersten Mal in einer Ausstellung präsentiert. Info: www.lentos.at


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