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Bettina C. Pockenauer: Linzer "Seelenengel" sollen Kindern Angst vor Tod und Trauer nehmen

Valerie Himmelbauer, 28.12.2017 12:37

„Mama, erzähl mal, was heißt sterben?“ Darauf eine Antwort, noch dazu für sein eigenes Kleinkind, zu finden, ist eine große Herausforderung. Dennoch gehört der Tod zum Leben und diese bedrückende Fragestellung eben dazu. Bettina C. Pockenauer, die auch als Human-Energetikerin tätig ist, möchte mit ihrem gleichnamigen, neuen Kinderbuch die richtigen Worte im Umgang mit Trauer für Kinder finden und ihnen die Angst vor dem Tod nehmen.  

Bettina C. Pockenauer ist jetzt Neo-Buchautorin
  1 / 2   Bettina C. Pockenauer ist jetzt Neo-Buchautorin

Auch als Human-Energetikerin war der Tod für Bettina C. Pockenauer ein immer wiederkehrendes, herausforderndes Thema: „Es ist für mich wunderschön, Menschen durch schwierige Phasen zu begleiten und zu sehen, wie es ihnen nach und nach besser geht“, blickt die Linzerin auf ihre Erfahrungen zurück. In ihrer eigenen Geschichte kam die erste Begegnung mit der Trauer bereits im Alter von nur vier Jahren, als Pockenauers Großvater verstarb: „Für mich war er plötzlich verschwunden und ich ahnte, er würde nicht mehr wiederkommen. Daraus ergab sich für mich die Folgerung, dass sich Menschen, die sterben, einfach in „Nichts“ auflösen würden“, erinnert sich die Linzerin. Diese Vorstellung machte ihr jedoch große Angst. Die damals Vierjährige konnte und wollte sich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen, dass auch sie selbst sich einmal in „Nichts“ auflösen sollte und die Vorstellung verursachte Angst. „Ich habe ein wirklich schweres Angst-Trauma entwickelt“, erinnert sich die zweifache Mutter. Aus diesem Grund beschäftigte sie sich auch weiterhin immer wieder mit dem Thema „Tod“, sammelte Nahtod-Erfahrungen von Überlebenden und las viele Bücher zu diesem Tabuthema. Im Laufe der Jahre ergab sich für Pockenauer eine für sie stimmige und beruhigende Philosophie – die Geschichte der Seelenengel (mehr dazu in der Infobox).

Eigene Philosophie finden

„Als ich dann selbst Mutter wurde, wollte ich verhindern, dass auch meine Kinder irgendwann einmal dieselbe Angst aufbauen würden, sobald jemand im Umkreis stirbt. Daher erzählte ich ihnen die Geschichte, welche ich jetzt, Jahre später, zu Papier brachte, indem ich ein Buch darüber schrieb und es illustrierte“, blickt die Autorin auf die Anfänge zurück. Schon vor 12 Jahren, als ihre eigenen Kinder klein waren, begann sie, die Geschichte des Seelenengels zu erzählen, die bei ihren Kids guten Anklang fand. 2017 plötzlich sollten dann das gedruckte Wort und Zeichnungen dazu entstehen. „Wenn Kinder von Anfang an ganz natürlich mit dem Thema Tod aufwachsen, all ihre Fragen bedacht, beantwortet werden, und die Eltern oder Erwachsenen von dem überzeugt sind, was sie den Kindern erzählen, so können auch schon kleine Kinder das Thema Tod gut aufnehmen. Sie entwickeln dann erst gar nicht das Gefühl, das sei etwas ganz Schlimmes, was da mit einem passiert, und sie bekommen einen natürlichen Zugang dazu“, ist die 45-Jährige überzeugt.

„Opa begleitet uns“

„Ich denke, am wichtigsten ist hier, dass jeder Mensch – ob jung oder alt – seine eigene, für ihn selbst stimmige Philosophie entwickelt, wie der Tod für ihn aussehen könnte. Man kann sich seine eigene Vorstellung so zurecht legen, dass es sich beruhigend und stimmig anfühlt, denn Beweise – egal in welche Richtung – gibt es sowieso keine“, so Pockenauer. Vor zwei Jahren musste sich die Familie von Pockenauers Schwiegervater für immer verabschieden.

„Opa begleitet uns weiter“

Auch für die Enkel war es schwer: „Vor einigen Wochen kam unser Sohn Noa (11) an einem Sonntagvormittag ganz glücklich aus der kleinen Werkstatt, in der er immer mit Opa gehandwerkt hatte, und erzählte, er wollte aus Holz und einer Eisenkette etwas bauen. Er wusste aber nicht wie und hätte die Hilfe seines Opas gebraucht. Also kam ihm die Idee, die Seele seines Opas um Hilfe zu bitten, und im nächsten Moment kam ihm die zündende Idee. Er fand prompt die richtigen Verbindungsstücke und setzte alles in die Tat um. Noa ist überzeugt davon, dass ihm sein verstorbener Opa die Idee zugeflüstert hat. Er spürt, dass er ihn immer noch begleitet“, teilt Pockenauer eine sehr persönliche Erfahrung.

Aus dem Buch:

Zwei Seelen machen sich auf den Weg zur Erde, um dort gemeinsam ihre Erfahrungen zu sammeln. Sie werden als Zwillinge geboren, wachsen fröhlich miteinander auf. Plötzlich stirbt der Junge bei einem Unfall, seine Schwester versucht ihre Trauer zu überwinden, indem sie mit der Seele des Zwillingsbruders bis zum eigenen Tod in Kontakt bleibt.

Info: www.gesund-mit-bodytalk.at


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