Tips-Glücksstern & OÖN-Christkindl: Über 1000 Anträge sind eingegangen
OÖ. Wenn es darum geht, Oberösterreichern zu helfen, die sich gerade in einer schweren Notlage befinden, dann ist das OÖN-Christkindl eine der ersten Adressen, an die man sich wenden kann. Über 1.000 Anträge sind bis Anfang Dezember eingegangen. Die größte Spendenaktion des Landes wird deshalb heuer auch vom Tips-Glücksstern unterstützt.

Begonnen hat die Geschichte des OÖN-Christkindls im Jahr 1964. Damals hat die 14-jährige Rosi aus Vöcklabruck einen Brief an die Redaktion geschrieben und sich warme Winterkleidung für ihre jüngeren Geschwister gewünscht. Ihr 13. Geschwisterchen war gerade verstorben, die Mutter war noch im Krankenhaus und der Vater beinamputiert. Die Leser bereiteten der armen Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest mit Winterkleidung, Spielsachen und einer Krippe aus Holz.
Brief eines Mädchens war Start für Christkindl-Aktion
Erst heuer wurde die heute 69-Jährige ausgeforscht und vom Christkindl-Team besucht. Dass aus ihrem Brief die größte Spendenaktion des Landes geworden ist, konnte sie kaum fassen. Denn auch heuer hat das vierköpfige Team in der Redaktion der Oberösterreichischen Nachrichten jede Menge zu tun. Über 1.000 Anträge sind bis Anfang Dezember eingegangen. „Es sind wirklich große Stapel, die wir nach Dringlichkeit versuchen zu reihen. Es fällt einem nicht leicht, wenn man mit so vielen Schicksalsschlägen bombardiert wird“, erzählt Verena Gabriel im Tips-Gespräch. Fall für Fall wird gelesen, erfasst und geprüft. Zahlreiche offene Fälle sind derzeit noch in Bearbeitung. „Gerade habe ich einen Fall gehabt, einer jungen Familie, die im Februar ihr Wunschkind bekommen haben. Kurz danach kam die schreckliche Diagnose einer schweren Krebserkrankung und die Nachricht, dass sie nicht mehr lange zu leben haben wird“, erzählt Gabriel. „Man nimmt diese Geschichten natürlich auch nach Dienstschluss mit nach Hause. Natürlich ist es aber ein wunderschönes Gefühl, wenn man Menschen helfen kann.“
Fälle werden genau geprüft
Doch weil es sehr strenge Richtlinien gibt, kann bei Überschreitung der Einkommensgrenzen nicht allen geholfen werden. „Das ist oft schwer, wenn es um tragische Fälle geht, aber nur so können wir gewährleisten, dass auch wirklich die etwas bekommen, die es wirklich ganz dringend brauchen“, so Gabriel. Das Feedback auf die Aktion ist auch heuer wieder gigantisch. Die Buchhalterin berichtet, dass teilweise sogar anonym wirklich hohe Beträge gespendet werden. Täglich kommen Firmen in das Christkindl-Büro und übergeben namhafte Summen, zahlreiche Vereine starten Benefizveranstaltungen.
540.000 Euro wurden bereits für die Aktion gespendet
Fast 350.000 Euro gingen bisher bereits über Großspenden am Christkindl-Konto ein. Die Gesamtsumme beläuft sich derzeit auf rund 540.000 Euro (Stand: 18.12.2018) und täglich kommen weitere Spenden dazu.“Wir haben aber auch so viele Nachrichten per Post, Telefon, E-mail oder auf Facebook bekommen, dass Leute die Betroffenen mit Sachspenden oder anderen individuell für den Fall passenden Dingen unterstützen wollen. Das können wir natürlich nicht verwalten, vermitteln dann aber gerne weiter“, so Gabriel. Mit ihren Kollegen Kerstin Jansen, Andrea Messner und René Laglstorfer wird sie noch Tage weiterarbeiten, um jenen Unterstützung zukommen zu lassen, die es wirklich benötigen.
Danke auch allen Tips-Lesern, die diese Aktion unterstützen.


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