Produktivitäts-Rekord: 38.000 Euro Wertschöpfung pro oberösterreichischem Angestellten
OÖ/LINZ. Die oberösterreichischen Arbeitnehmer erwirtschafteten 2017 durchschnittlich über 38.000 Euro mehr als sie ihren Arbeitgebern kosteten. Das zeigt der Wertschöpfungsbarometer der Arbeiterkammer (AK) OÖ.

Der Wertschöppfungsbarometer der AK OÖ nimmt die Bilanzen von 1.372 mittleren und großen Unternehmen unter die Lupe. „Die Brutto-Wertschöpfung pro Mitarbeiter hat erstmals die 100.000 Euro-Marke überschritten“, informiert AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer. Damit überstieg die Pro-Kopf-Wertschöpfung den Personalaufwand um 38.074 Euro. Dem gegenüber standen Sachinvestitionen von 15.115 Euro je Beschäftigtem. Das sind um 15,3 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Die Gewinnauszahlungen an die Eigentümer betrugen – pro Beschäftigtem – im Schnitt mehr als 13.711 Euro.
Kritik an hohen Auszahlungen
„Was uns Sorge macht, ist, dass die Sachinvestitionen zurückgehen, trotz der Ausschüttungen“, kritisiert AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer. Kritik übt dieser auch am Fall der Austria Tabak: Das Unternehmen hat 2017 159 Millionen Euro an Gewinnen aus dem Vorjahr an die Eigentümer ausgeschüttet. Das sind rund 685 Euro pro Mitarbeiter. Pikant daran: Bis 2001 gehörte das profitable Unternehmen der Republik. Dann wurde es verkauft und bald darauf das Linzer Werk geschlossen.


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