Arzt versetzt: frühe Absage schützt vor Kosten
OÖ. Für den Arztbesuch ist in vielen Fällen eine Terminvereinbarung notwendig. Dies hilft dem Arzt, die Behandlungstermine zu organisieren und Wartezeiten zu minimieren. Pro Tag vereinbart ein Arzt rund 30 Termine – tauchen einige ohne abzusagen nicht auf, bedeutet das unnötige und vermeidbare Stehzeiten, die Geld kosten, wie die Ärztekammer für Oberösterreich warnt.

Immer öfter kommt es in der Praxis vor, dass Patienten ihren vereinbarten Termin nicht wahrnehmen, diesen aber vorab nicht absagen – und das, obwohl immer mehr Ordinationen Zusatz-Services wie SMS- oder Mail- Erinnerung anbieten, um die Termintreue zu erhöhen.
Nur den wenigsten Patienten ist klar, dass sie mit ihrem Arzt einen Behandlungsvertrag eingehen. Die Terminvereinbarung zwischen Arzt und Patient zählt bereits zu diesem Vertrag. Damit ergeben sich für den Patienten auch Pflichten: So eine Pflicht ist eben die Termintreue.
Honorarforderungen sind selten, aber möglich
Besonders bei aufwendigeren Untersuchungen nimmt sich der Arzt gerne mehr Zeit und stimmt darauf die Termine anderer Patienten ab. Sagt man einen Termin nicht frühzeitig ab, können keine anderen Personen behandelt werden, die dringend auf einen Termin warten.
„Kann kein anderer Patient behandelt werden, entsteht dem Arzt ein Schaden, für den der Arzt gegen Sie Honorarforderungen stellen kann, die auch vor Gericht eingeklagt werden können“, warnt Thomas Fiedler, Kurienobmann niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich.
„Gehen Sie also auf Nummer sicher und sagen Sie Termine frühzeitig ab – um sich, Ihrem behandelnden Arzt und anderen Patienten Ärger zu ersparen“, sagt Fiedler. Darüber hinaus ist eine Absage auch eine Frage der Höflichkeit. Freunde würde man ja auch nicht unangekündigt warten lassen oder überhaupt versetzen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden