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LINZ. Jahrelang haben sich die Anrainer im Domviertel für eine Verkehrsberuhigung im vielbefahrenen Stadtteil eingesetzt. Bereits in den nächsten Wochen sollen gleich mehrere Straßenzüge in der Innenstadt zur Begegnungszone werden.

  1 / 2   Vizebürgermeister Markus Hein hat die neuen Begegnungszonen bereits verordnet. In der Herrenstraße besteht diese bereits seit 2008 erfolgreich. (Foto: volker weihbold)

„Wir schaffen in der Linzer Innenstadt eine große, zusammenhängende Begegnungszone. Es kommt damit zu einer Verkehrsberuhigung, von der das ganze Domviertel profitieren wird“, freut sich der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. Insgesamt umfasst die neue Begegnungszone die Herrenstraße, Spittelwiese, Waltherstraße, Steingasse, Baumbachstraße, Hafnerstraße sowie die Stifterstraße.

Auch Schule wird mit eingeschlossen

Die neue Begegnungszone schließt auch die Schule in der Baumbachstraße mit ein. Alle Verkehrsteilnehmer dürfen die Fahrbahn gleichberechtigt nutzen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt künftig 20 km/h.

Bis zum Ende des Lockdowns werden Straßenschilder montiert

Markus Hein hat die neuen Begegnungszonen im Domviertel bereits verordnet. „Jetzt müssen nur noch die Straßenmeistereien die entsprechenden Straßenschilder organisieren und aufstellen.“ Laut Auskunft des Infrastruktur-Stadtrates wird dies bis zum Ende des Lockdowns, also bereits in den nächsten Wochen, erledigt sein. Anrainer Thomas Hofer stellt in einer Mail an Tips die Frage, warum Hafnerstraße und Waltherstraße über die ganze Länge, die Baumbach- und Stifterstraße aber nur in Teilbereichen zu Begegnungszonen werden sollen.

„Das haben die Experten der Verkehrsabteilung so entschieden“, beantwortet Markus Hein. Wichtig sei gewesen, dass an den Kreuzungsbereichen das Tempo gedrosselt werde. „Wenn man die Zonen zu lang macht, besteht zudem die Gefahr, dass sie nicht akzeptiert werden“, schließt Hein.

Initiative Domviertel: „Mehr als nur Schilder nötig“

Froh über die eingeleiteten Maßnahmen zeigt sich die Initiative Domviertel. Aber zusätzlich pocht man neben der Beschilderung auch auf nötige bauliche Maßnahmen für die neue Begegnungszone.

„Wir hoffen, dass nicht nur die Schilder bald aufgestellt werden, sondern auch die baulichen Maßnahmen, die eine Begegnungszone vorsieht, umgesetzt werden. Es ist mehr als nur die Beschilderung nötig, weil diese kann schnell von den Verkehrsteilnehmern übersehen werden“, weiß Michaela Riess, Obfrau der Bürgerinitiative Domviertel. Ein genauer Zeitplan dafür steht noch aus.

„Aber natürlich freuen wir uns, dass wir mit unserem Wunsch Gehör fanden. Das erhöht die Lebensqualität in unserem Viertel“, betont Riess.


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