Mit dem Projekt "Jackpot" soll Bewegung und Sport wieder Spaß machen
Linz. Mit dem Gesundheitssport-Programm „Jackpot“ sollen Adipositas- und Diabetes-Patienten ab sofort zur gesunden Bewegung motiviert werden. Ein halbes Jahr kann an 18 Standorten in OÖ, darunter auch in Linz, Pichling und Leonding gratis trainiert werden.

Bewegungsmangel ist eins der großen gesundheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Aber aktuelle Studien belegen, dass schon mit 150 Minuten körperlicher Aktivitäten pro Woche Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 und Adipositas gegengesteuert werden kann.
Gefahr: Bewegungsmangel
Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) in Kooperation mit allen Versicherungsträgern, den Sportverbänden und regionalen Sportverein haben es sich zum Ziel gesetzt eine niederschwellige Teilnahme am Gesundheitssport in OÖ zu ermöglichen. Zwei Mal wöchentlich können Versicherte aller Klassen Herzkreislauf-, Kraft- und Motivationstraining, das sich am Leistungsniveau orientiert in Anspruch nehmen, und das ein halbes Jahr lang gratis. Danach liegen die Kosten im Semester bei 60 bis 80 Euro für eine Einheit/Woche.
Fit dank gesundem Lebensstil
„80 Prozent der Diabetesfälle könnten durch gesunden Lebensstil verhindert werden. Ebenso könnten viele Fälle von Adipositas, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Sexualfunktionsstörungen durch ein ausreichendes Maß an Bewegung und sportlicher Aktivität vermindert werden“, ist Alexandra Kautzky-Willer von der Medizinischen Universität Wien und Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft sicher und betont: „Jede Form von Bewegung bringt etwas, jedes Ausmaß, auch wenn es nur zehn Minuten mehr sind, hilft“.
Spaß an Sport
Knapp 200 Personen haben seit Oktober 2017 mit dem Programm begonnen, die Hälfte der Teilnehmer blieb dauerhaft im Programm dabei. 32 ausgebildete Jackpot-Instruktore, 41 Ärzte, fünf Stoffwechselambulanzen und fünf Apotheken sind Teil des Projekts. „Die Idee ist, die Menschen, die Probleme haben, in die Bewegung und das Training hineinzuholen und nachhaltig zur Lebensstil- und Verhaltensänderung beizutragen“, ist Michael Pecherstorfer, Vorsitzender im Landesstellenausschuss der SVA OÖ überzeugt, von den vielen Vorteilen des Projekts. Und Albert Maringer, Obmann der OÖGKK fügt an: „Wir wollen vermitteln, dass Sport und Bewegung wieder Freude machen kann, vor allem auch in einer Gruppe. Und dass die Lebensqualität dadurch gesteigert wird“.


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