Radfahren: Sicherheit beginnt schon bei der Helmauswahl
LINZ/OÖ. Wie berichtet touren derzeit die Sicherheits-Astronauten von AUVA und KFV durch Österreich. Im Juni legen sie einen Stopp in Linz ein, um auf die Vorteile eines Helms für Radfahrende hinzuweisen. Was diese darüber hinaus in puncto Verkehrssicherheit beachten sollten, weiß die AUVA.

Mit den wärmeren Temperaturen nimmt die Fahrradsaison Fahrt auf. Anlässlich dazu gibt die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA)-Landesstelle Linz Tipps, was Radfahrende beachten sollten, um sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein. „Irgendeinen Helm aufzusetzen reicht nicht aus. Nur ein gut angepasster und richtig eingestellter Radhelm kann auch optimalen Schutz bieten“, halten die Experten der AUVA-Landesstelle Linz zu Beginn fest. Ein guter Helm schütze den Kopf von der Stirn bis zum Hinterkopf. Er dürfe nicht ins Gesicht, in den Nacken oder in eine andere Richtung rutschen beziehungsweise verschoben werden. Damit der Helm optimal passe, sollte er bereits vor dem Kauf anprobiert und auf seine Einstellmöglichkeiten getestet werden. Wesentlich sei es, auf einen straff sitzenden Kinnriemen sowie breite Belüftungsschlitze zu achten. Der Fahrradhelm müsse mit der Prüfnorm Kennzeichnung EN1078 und der CE-Kennzeichnung ausgestattet sein.
Eltern als Vorbilder
Eltern sollten ihren Kindern die richtige Handhabung und Anpassung zeigen beziehungsweise mit ihnen üben. Ziel ist, dass das Kind selbst feststellen kann, ob der Helm richtig sitzt. Hier gelte die Merkregel, dass der Helm einen Fingerbreit über den Augenbrauen sowie einen Daumenbreit Abstand zwischen Kinn und Kinnriemen sein sollte. Darüber hinaus sollen die Gurtbänder nicht verdreht sein und die seitlichen Gurtbänder ein Dreieck um beide Ohren bilden. Damit der Griff zum Helm zur Selbstverständlichkeit wird, sollten Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und selbst bei jeder Fahrt einen Helm tragen.
Tipps für Sicherheit im Straßenverkehr
Sicherheit im Straßenverkehr beginne für Radfahrende laut AUVA somit bereits bei der Helmauswahl. Grundsätzlich sei zu beachten, dass Radfahrende im Straßenverkehr im Vergleich zu Kraftfahrzeugen immer schwächer seien. Um Gefahrensituationen zu vermeiden, wird empfohlen, vorhandene Radwege zu nutzen, vorausschauend zu fahren und Abstand zu halten. Das Verkehrsgeschehen sollte beobachtet und entsprechend darauf reagiert werden. Das schließt deutliche Handzeichen, Beachten von Verkehrszeichen, Anpassen der Geschwindigkeit an Gegebenheiten und das eigene Können sowie die Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmende ein. Mit diesen soll Blickkontakt gesucht werden. Vermieden werden sollten hingegen riskante Manöver und Ablenkungen wie das Bedienen eines Handys. Wesentlich seien laut AUVA außerdem die Funktionsfähigkeit des Fahrrads wie Licht und Bremse, die regelmäßig geprüft werden müsse, sowie die Sichtbarkeit. Das Licht sollte auch bei Dämmerung eingeschalten und speziell bei Dunkelheit zu auffälliger und reflektierender Kleidung gegriffen werden.


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