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LINZ/OÖ. Kopfverletzungen bei Radunfällen sind besonders schwere Unfälle. Dennoch tragen vor allem Jugendliche und Erwachsene nicht immer einen Helm beim Radfahren. Um auf die Vorteile eines solchen hinzuweisen, touren die Sicherheits-Astronauten von AUVA und KFV derzeit durch Österreich. Im Juni machen sie in Linz Halt.

Um Unfällen mit schweren Kopfverletzungen beim Radfahren vorzubeugen, führen das KFV und die AUVA die Straßenaktion "Helm auf ihr Helden!" durch. (Foto: Martin Hörmandinger)

Von 15. bis 18. Juni sind die Sicherheits-Astronauten in Linz zu Gast, um Vorbeifahrenden näherzubringen, wie wichtig das Tragen eines Helms beim Fahrradfahren ist. Radfahrende mit Helm erhalten mittels einer „Daumen-hoch“-Geste eine positive Rückmeldung für ihr Verhalten. Bei denjenigen ohne Helm deutet das Team auf ihre Tafel, welche die Botschaft „Helm auf ihr Helden!“ zeigt. Hinter der Aktion stehen die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Sie haben ihre Tour diese Woche in Wien begonnen. „Selbst die größten Heldinnen und Helme tragen Helme. Darum machen an den Aktionstagen als Astronautinnen und Astronauten verkleidete Aktionsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter an besonders stark frequentierten Fahrradwegen auf die Notwendigkeit des Tragens eines Sturzhelmes aufmerksam“, erläutert Othmar Thann, Direktor des KFV.

Radhelmquote liegt bei 35 Prozent

Zwar weise die Statistik seit 2017 einen leichten Anstieg der Radfahrer auf, die einen Helm tragen, doch sei das in erster Linie nur auf die verstärkte Nutzung von Fahrrädern zurückzuführen, gibt Thann zu bedenken. Die Radhelmquote liegt österreichweit bei rund 35 Prozent. Laut Thann müsse der Fahrradhelm im Straßenverkehr so selbstverständlich werden wie der Schihelm auf der Piste.

Wer ohne Helm einen Radunfall hat, riskiert eine Kopfverletzung und damit eine besonders schwere, oft lebensgefährliche Verletzung. Fast jeder neunte Radunfall im Straßenverkehr ist davon betroffen beziehungsweise führt genau gesagt zu einer Kopfverletzung, die im Krankenhaus behandelt werden muss. „Viele Kopfverletzungen und ihre Folgen könnten durch das Tragen eines Fahrradhelms vermieden werden. Deshalb haben es sich die AUVA und das KFV zur Aufgabe gemacht, dieses Thema durch eine öffentlichkeitswirksame Aktion Radfahrerinnen und Radfahrern ins Bewusstsein zu rufen“, hält Mario Watz, Obmann der AUVA und Vizepräsident des KFV fest.

Radhelm nur für Kinder bis zum 12. Lebensjahr verpflichtend

Aufholbedarf gebe es vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen, die von der Pflicht, einen Helm zu tragen, ausgenommen sind. 2011 wurde eine Radhelmtragepflicht für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr eingeführt.


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