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LINZ. Der HC LINZ AG geht als Vizemeister in die neue Saison der HLA Meisterliga, die am Samstag, 2. September, für die Linzer mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger UHC Speed Connect Hollabrunn beginnt. Die Erwartungen der Fans sind nach dem Abschneiden des letzten Jahres hoch, dennoch hält man sich in Linzer Reihen zurück. Denn die Mannschaft musste nach dem Umbruch komplett neu formiert werden.

 (Foto: HC Linz AG)
(Foto: HC Linz AG)

Die Abgänge von Alexander und Maximilian Hermann und Markus Bokesch (Karriereende) sowie Tine Gartner (förthof UHK Krems), Dejan Babic (Alpla HC Hard) und Tobias Cvetko (Besiktas Istanbul) haben die Mannschaft ganz schön durcheinander gewirbelt.

Starke Spieler auf wichtigen Positionen

Doch die Linzer haben sich auf den wichtigen Positionen auch entscheidend verstärkt: Am Kreis kommen statt Babic mit Jadranko Stojanovic ein Top-Spieler der HLA Meisterliga, der bereits in seiner Zeit bei Bärnbach/Köflach zum besten Kreisspieler der Liga gewählt wurde, und Dejan Golubovic vom SK Keplinger Traun, der mit Abstand erfolgreichste Kreisläufer der HLA Challenge im letzten Jahr. Im Tor der Linzer steht mit Florian Kaiper von Westwien zukünftig ein Nationalteamspieler. Mit ihm kamen aus Wien auch Linkshänder-Talent Nicolas Paulnsteiner, der mit Österreich bei der U19-WM in Kroatien im Einsatz war, sowie auf dem rechten Flügel Elias Derdak. Auf der Legionärsebene haben sich die Linzer zusätzlich mit zwei Rückraumspielern verstärkt: Aus der deutschen Bundesliga von Dormagen kam Mislav Grgic und aus der mazedonischen Liga Arnad Hamzic.

Trainer Milan Vunjak kann jedenfalls wieder auf eine starke Truppe zählen, die allerdings (noch) nicht so eingespielt ist wie die Mannschaft der letzten beiden Jahre: „Ich möchte den großen Umbruch in der Mannschaft nicht als Problem und Schwierigkeit sehen, sondern als große Herausforderung und Motivation, wieder ein starkes, homogenes und konkurrenzfähiges Team zu formen. Es ist logisch, dass der Abgang wichtiger Spieler, die wir nicht halten konnten, nicht einfach über Nacht zu kompensieren ist, aber das sind Dinge, die in unserem Geschäft passieren und die wir akzeptieren müssen. Für unsere neuen Spieler ist es eine Motivation, zu zeigen, dass sie genauso gut sein können wie die Spieler vor ihnen, und sie werden alles tun, um so erfolgreich wie möglich zu sein.“

Linz-Urgestein Kislinger folgt Hermann als Kapitän

Nach dem Karriereende von Maximilian Hermann, der im Verein in der Organisation mit Marketing Manager Uwe Schneider tätig ist, ist Linz-Urgestein Christian Kislinger neuer Kapitän der Mannschaft: „Über Erwartungen oder Ziele zu sprechen ist jetzt noch etwas zu früh. Die heurige Mannschaft können wir nicht mit der aus dem letzten Jahr vergleichen. Wir müssen uns Training für Training und Spiel für Spiel weiterentwickeln und zusammenwachsen. Die neuen Spieler haben sich schon sehr gut in die Mannschaft integriert und zeigen im Training immer 100 Prozent. Diese Saison wird wieder eine große Herausforderung und wir werden alles daran setzen, an die Leistungen der letzten Jahre anzuknüpfen.“

Neu im Team ist seit Sommer Nationalteamtormann Florian Kaiper, der nach dem Karriereende von Markus Bokesch den Linzern die Sicherheit zwischen den Pfosten geben soll: „Dadurch, dass Linz letztes Jahr auch im Finale war, denke ich, dass sie auch hungrig auf mehr sind, und ich will unbedingt helfen, da noch mehr raus zu holen und gemeinsam mit meinem neuen Team Erfolge zu feiern!“

Straffes Programm im Herbst

Die Mannschaft erwartet ab Samstag ein straffes Programm: Nicht weniger als sieben Heimspiele stehen bis Weihnachten in der HLA Meisterliga auf dem Plan, das erste Heimspiel steigt am Samstag, 9. September, um 19 Uhr in der Sport MS Kleinmünchen gegen roomz JAGS Vöslau. Abgeschlossen wird der Grunddurchgang erst Mitte April mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Holding Graz.

Der Modus ist der Gleiche: Die ersten Acht nach dem Grunddurchgang spielen im Play-Off im K.O.-Modus mit Viertel-, Halb- und Finale bis zum Meistertitel.

Die Karten in der Liga sind heuer komplett neu gemischt: Meister Insignis Westwien ist nicht mehr dabei, dafür mit Hollabrunn ein gut besetzter Aufsteiger. Und nicht nur bei Linz gab es einen Umbruch: Auch bei Bregenz Handball oder dem HC Fivers WAT Margareten haben einige Spieler ihre Karriere beendet oder den Verein verlassen. Es bleibt also auch in diesem Jahr spannend. Mögliche Terminverschiebungen könnte es aufgrund des Doppelprogramms mit dem EHF European Cup geben.

Einsatz im EHF European Cup 

Der HC LINZ AG ist wie im Vorjahr auch auf europäischer Bühne vertreten: In der 2. Runde des EHF European Cups trifft man auf den griechischen Klub AC PAOK. Das Heimspiel findet am 14. Oktober 2023 in der Sport MS Kleinmünchen statt, eine Woche später geht´s zum Auswärtsspiel nach Griechenland.

Trainer Milan Vunjak: „Ich denke, dass wir in der 2. Runde des EHF European Cups einen attraktiven Gegner gezogen haben. Bis zum Spiel gegen AC Paok ist noch etwas Zeit und wir werden versuchen, mehr Informationen und aktuelles Videomaterial von der Mannschaft zu sammeln, die ständig an der Spitze des griechischen Handballs steht. In jedem Fall steht vor uns eine große Herausforderung und wir freuen uns darauf.“


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