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OÖ. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Arbeitslosen mit Ende März in Oberösterreich massiv gestiegen. Viele Unternehmen beantragen auch Corona-Kurzarbeit. Die Zahl der offenen Stellen hat sich reduziert.

Die Anzahl der Personen die beim AMS arbeitslos gemeldet sind ist massiv angestiegen. Symbolfoto: Weihbold

Die Zahl an vorgemerkten Arbeitslosen betrug in Oberösterreich im März 57.808 und liegt damit um 23.999 (+71,0 Prozent) über dem Niveau des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit stieg bei den Frauen um 9.822 Personen auf 25.084 (+64,4 Prozent), bei den Männern zeigte sich ein noch massiverer Anstieg von +14.177 (+76,4 Prozent) auf 32.724 Arbeitslose. Bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) erhöhten sich die Vorgemerkten-Zahlen am stärksten um 89,3 Prozent auf 7.951 arbeitslos Gemeldete (+3.751). Bei Personen über 55 Jahre fiel der Anstieg vergleichsweise gering aus mit einem Anstieg von 39,4 Prozent auf 9.734 Personen. Nach wie vor leicht rückläufig ist die Zahl an Langzeitarbeitslosen (‐71 Personen bzw. ‐1,7 Prozent).

Viele Arbeitslose in der Gastronomie

Die meisten Arbeitslosen gab es in der Branche Beherbergung/Gastronomie mit 8.594 Personen. In diesem Bereich ist auch der Anstieg mit +5.528 Arbeitslosen am eklatantesten. Auf Platz zwei ist die Überlassung von Arbeitskräften (7.864 Arbeitslose) gefolgt vom Handel (7.535 arbeitslose Personen). An vierter Stelle folgt die Baubranche, welche mit einem Plus von 3.725 (auf 6.992) den zweithöchsten Anstieg verzeichnet.

Hoher Andrang bei Kurzarbeit

Neben der massiv gestiegenen Arbeitslosigkeit herrscht auch ein hoher Andrang in die Kurzarbeit. Das AMS arbeitet mit Hochdruck an der Bearbeitung der vielen Anträge für Arbeitslosengeld und Kurzarbeitsbeihilfe. „Wir sorgen für die Existenzsicherung, haben aber eine große Bitte an die Unternehmen: Bei laufenden Anträgen nicht nachfragen – wir geben unser Bestes“, bittet AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer um Geduld.

Die 48‐Stunden‐Zusage der Bundesregierung gilt nur für die Bewilligung der Sozialpartnervereinbarung.

Weniger offene Stellen

Die Anzahl der offenen Stellen hingegen ist gesunken: Ende März standen beim AMS OÖ 18.193 offene Stellen zur Verfügung. Das ist um 4.435 bzw. ‐19,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem waren 1.364 sofort verfügbare Lehrstellen (‐26 bzw. ‐1,9 Prozent) und 705 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (+187; +36,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gemeldet.


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