Raiffeisenlandesbank OÖ steigert Halbjahresgewinn deutlich
OÖ/LINZ. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern stieg auf 846,8 Millionen Euro. Gleichzeitig legte das Finanzierungsvolumen auf 26,5 Milliarden Euro zu.

Die RLB OÖ meldet für die ersten sechs Monate 2026 ein starkes Ergebnis. Der Periodenüberschuss vor Steuern erreichte 846,8 Millionen Euro. Das sind 573,7 Millionen Euro mehr als im ersten Halbjahr 2025. Einen wesentlichen Beitrag leistete die positive Entwicklung von Beteiligungen, darunter die Raiffeisen Bank International, voestalpine und Raiffeisen Tschechien.
„Äußerst erfolgreich“
„Das erste Halbjahr 2026 war für die RLB OÖ äußerst erfolgreich. Wir konnten unsere Kapitalbasis weiter stärken, im operativen Geschäft wachsen und gleichzeitig wesentliche Zukunftsprojekte vorantreiben. Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung unserer Beteiligungen, allen voran der Raiffeisen Bank International. Sie unterstreicht die Qualität unseres Beteiligungsportfolios und schafft zusätzlichen Spielraum für die weitere strategische Ausrichtung der Bank“, so Reinhard Schwendtbauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ.
Mehr Finanzierungen, höhere Erträge und Kapitalstärke ausgebaut
Das Finanzierungsvolumen stieg gegenüber Ende 2025 um drei Prozent auf 26,5 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 274,5 Millionen Euro. Beim Provisionsüberschuss gab es ein Plus von 10,2 Prozent auf 123,5 Millionen Euro.
Auch die Kapitalausstattung wurde weiter ausgebaut. Die harte Kernkapitalquote lag Ende Juni bei 19,6 Prozent, die Gesamtkapitalquote bei 21,1 Prozent.
„Unsere hohe Kapitalstärke ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Sie schafft Sicherheit und Vertrauen und ermöglicht es uns gleichzeitig, Unternehmen und Privatkunden auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten als verlässlicher Partner zu begleiten“, so Schwendtbauer.
RLB OÖ bei Förderkrediten an der Spitze
Laut einem aktuellen Ranking des Austria Wirtschaftsservice wickelte die Bank im ersten Halbjahr 223 sogenannte erp-Kredite mit einem Gesamtvolumen von 84,8 Millionen Euro ab. Mit einem Anteil von 28 Prozent an allen Zusagen liegt die RLB OÖ damit österreichweit an erster Stelle.
„Die Auswertung des Austria Wirtschaftsservice zeigt, dass wir sowohl bei der Anzahl als auch beim vergebenen Kreditvolumen den größten Marktanteil halten“, sagt Schwendtbauer.
Zukunftsprojekte
Neben dem laufenden Geschäft investiert die Bank weiter in Zukunftsprojekte. Im Mai startete der Bau der neuen Konzernzentrale im Linzer Neustadtviertel, die Platz für bis zu 1.000 Mitarbeiter bieten soll. Zudem beteiligt sich die RLB OÖ an der europäischen Zahlungslösung „Wero“ und verstärkte ihr Engagement im Zahlungsverkehr durch eine Beteiligung am Anbieter hobex.
Im Firmenkundengeschäft wurde eine umfassende organisatorische Neuausrichtung umgesetzt, um Verantwortlichkeiten zu bündeln, Synergien zu heben und die Umsetzung der Strategie „IMPULS 2030“ zu beschleunigen. Parallel dazu wurde die Marktpräsenz in Deutschland weiter gestärkt und die bisherige Zweigniederlassung Süddeutschland zur „Niederlassung Deutschland“ weiterentwickelt.
Ausblick: Solide Basis für die zweite Jahreshälfte
Trotz anspruchsvollem wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld erwartet die Bank für das zweite Halbjahr eine weiterhin stabile operative Entwicklung. Gleichzeitig will die RLB OÖ ihre Investitionen in Digitalisierung, nachhaltige Infrastruktur, moderne Zahlungslösungen und die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells konsequent fortsetzen.
„Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen, dass wir auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich wirtschaften und gleichzeitig gezielt in die Zukunft investieren können. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um unsere Rolle als Stabilitätsanker und Impulsgeber für Wirtschaft und Gesellschaft auch künftig erfolgreich wahrzunehmen“, ist Schwendtbauer überzeugt.








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