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LINZ. Nachdem bekannt wurde, dass auch in Linz bei einer türkischen Hochzeit offenbar weit mehr Gäste als erlaubt anwesend waren, kritisiert OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer das Ignorieren behördlicher Auflagen und mangelnde Kooperationsbereitschaft der Gastgeber.

Wolfgang Hattmannsdorfer: Wir appellieren an die Gastgeber, die Aufklärungsarbeit der Behörden jetzt bestmöglich zu unterstützen, um einen Hochzeits-Cluster wie in Niederösterreich nicht entstehen zu lassen“ (Foto: ÖVP)

Nach dem Corona-Cluster mit Ausgangspunkt bei einer türkischen Hochzeit in Schrems (Bezirk Gmünd/NÖ) gibt es nun offenkundig auch in Oberösterreich einen ähnlichen Fall rund um eine türkische Hochzeit in Linz. Es waren offenbar mehr als 120 Gäste anwesend, obwohl laut Angaben der Behörde zum Zeitpunkt der Hochzeit nur 50 Personen bei einer derartigen Veranstaltung erlaubt gewesen wären. Vorerst gibt es einen bestätigten Corona-Fall aus dem Kreis der Anwesenden.

Schwierige Rückverfolgung der Kontakte

„Es ist höchst verantwortungslos, wenn offenbar geltende behördliche Auflagen ignoriert werden, während viele andere Paare in Oberösterreich zuletzt ihre Hochzeit verkleinern oder absagen mussten“, mahnt OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer zu Verantwortung. „Es ist zudem höchst unverantwortlich, wenn jetzt bei der Rückverfolgung der Kontakte des offenbar Corona-infizierten Hochzeitsgastes die Arbeit der Behörden nicht im erforderlichen Ausmaß unterstützt wird“, betont OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer.

„Aufklärungsarbeit unterstützen“

Im Fall Schrems beklage der zuständige Bezirkshauptmann mittlerweile, von den Ausrichtern der dortigen türkischen Hochzeit „eine Woche hinsichtlich der Kontakte angelogen worden“ zu sein – mit den damit verbundenen Verzögerungen bei der Eindämmung des Corona-Clusters und drohenden strafrechtlichen Konsequenzen. Laut Medienberichten zieht der Bezirkshauptmann von Gmünd mittlerweile nämlich in Erwägung, nicht kooperationsbereite Gäste der türkischen Hochzeit bei der Staatsanwaltschaft wegen Gemeingefährdung anzuzeigen.

„Wir appellieren an die Gastgeber, die Aufklärungsarbeit der Behörden jetzt bestmöglich zu unterstützen, um einen Hochzeits-Cluster wie in Niederösterreich nicht entstehen zu lassen“, betont Hattmannsdorfer. Wer sich in Österreich aufhalte, habe sich an die im Land geltenden Regeln zu halten – sowohl in Sachen Corona-Vorbeugung aus auch in Sachen Contact-Tracing zur Eindämmung der Pandemie.


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