Pro Covid-Impfung: 22 namhafte Unternehmen starten Initiative

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Karin Seyringer Tips Redaktion Karin Seyringer, 26.01.2022 14:47 Uhr

OÖ. „Wir haben etwas gegen Corona!“: mit dieser doppeldeutigen Botschaft treten 22 namhafte Unternehmer aus allen Teilen Oberösterreichs gemeinsam für die Covid-Impfung ein und wollen eindringlich klarmachen, dass die Impfung das Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist. In Vertretung aller teilnehmenden Betriebe präsentierten vier Unternehmer am Mittwoch die Initiative.

Unter #impfenistdieantwort appellieren CEOs und Geschäftsführer von 22 Unternehmen in Oberösterreich in einer gemeinsamen Kommunikationskampagne an die Impfbereitschaft nicht nur ihrer Mitarbeiter, sondern aller Menschen in Oberösterreich.     

„Wir haben uns gemeinsam entschlossen, zusammenzuhalten, solidarisch zu sein und füreinander einzustehen“, so Axel Kühner, CEO der Greiner AG mit Hauptsitz in Kremsmünster. Für ihr und alle anderen 21 beteiligten Unternehmenschefs ist klar: „Es ist Zeit, Haltung zu zeigen, gegen die Spaltung in der Gesellschaft die Stimme zu erheben. Die Botschaft 'Wir haben etwas gegen Corona!' ist bewusst doppeldeutig: Wir haben nicht nur etwas gegen Corona, sondern wir haben auch etwas dagegen, was hilft: die Impfung.“

Natürlich gebe es viele Diskussionen, ihm sei bewusst, dass es Sorgen, Ängste und Zweifel in der Bevölkerung gebe und es in einer Demokratie Diskussionen geben dürfe. „Aber wenn man auf die Wissenschaft hört, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass es zur Bewältigung der Pandemie nur die Antwort Impfung gibt.“

22 namhafte Unternehmen mit an Bord

Neben der Greiner AG sind die Unternehmen AMAG Austria Metall (Ranshofen), backaldrin International The Kornspitz Company (Asten), BMW Group Werk Steyr, Energie AG Oberösterreich, Engel Austria (Schwertberg), Erema Group (Ansfelden), FACC (Ried im Innkreis), GE Healthcare Austria (Zipf), Haidlmair (Nußbach), Hödlmayr International (Schwertberg), KEBA Group (Linz), Lenzing Plastics, MIBA (Laakirchen), Resch&Frisch Holding (Gunskirchen), Siemens AG Österreich (Linz), SKF Österreich (Steyr), SKF Österreich (Steyr), Teufelberger Holding (Wels), TroGroup (Wels), VIVATIS Holding (Linz) und die voestalpine an der Kamptange beteiligt.

„Sachlicher Impuls“

Alexander Susanek, Geschäftsführer des BMW Group Werk Steyr hält fest: „Wir sind keine Mediziner oder Politiker, wir sind Unternehmer und Arbeitgeber. Als Arbeitgeber sind wir daran interessiert, dass die Wirtschaft, Wertschöpfung und Arbeit gut funktioniert. Ich trage Verantwortung für rund 4.000 Mitarbeiter. Mir ist es wichtig, die Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen und auch eine geregelte Produktion sicherzustellen.“ Die Botschaft der Unternehmen ist klar: „Nur wenn wir die Wirtschaft am Laufen halten, bleibt die Basis des Wohlstandes für jeden gesichert. Der entscheidende Beitrag jedes Einzelnen ist, sich impfen zu lassen. Wir hoffen, einen sachlichen Impuls bringen zu können“, so Susanek.

Er verdeutlicht den Standpunkt der Wissenschaft: „Viele fragen sich, ob die Impfung sicher ist. Betriebe wissen, dass das Wohl des Kunden im Mittelpunkt steht. Jedes Haushaltsgerät, jedes Gebäude, könnte eine potenzielle Gefahr darstellen. Aber die zuständigen Experten bewerten die Gefahren und stellen fest, dass ein Produkt sicher ist. Dieses Vertrauen dürfen wir auch in die Krisenstäbe, die Medizin, die Wissenschaft haben. Vielleicht können wir aus diesem Blickwinkel auch einen Denkanstoß geben“, hofft er.

„Kein erhobener Zeigefinger“

Allen Unternehmen ist zudem wichtig, jene, die bereits geimpft sind, zu bestärken, jene, die noch nicht geimpft sind, zu motivieren. „Wir sind uns bewusst, dass wir mit der Kampagne ein Thema aufgreifen, dass derzeit sehr emotional geladen ist. Wir wollen keinesfalls zusätzlich Unmut schüren, sondern Vertrauen, Zuversicht und Zusammenhalt fördern. Als Arbeitgeber haben wir eine Verantwortung für die Gesellschaft, für den Wohlstand und für die Mitarbeiter“, unterstreicht Günther Schallmeiner, Niederlassungsleiter Linz der Siemens AG.

Keinesfalls wolle man mit erhobenem Zeigefinger auftreten, sondern zeigen, dass in der Krise alle dieselben Ängste haben. „Es gibt viele Hypothesen und Information, leider auch viel Falschinformationen. Wir wollen sachlich, aber bestimmt damit umgehen und dem etwas entgegensetzen. Wir wollen nicht diskriminieren, sondern unserer Vorbildwirkung gerecht werden, laden ein zum Dialog, weil wir von der Impfung überzeugt sind“, so Florian Teufelberger, CEO der Teufelberger Holding AG.

Chefs zeigen Gesicht 

Die Kampagne wird unter anderem über Social-Media-Kanäle sowie Youtube ausgespielt, alle CEOS und Geschäftsführer der 22 teilnehmenden Unternehmen zeigen dabei ihr Gesicht, appellieren mit Videobotschaften, die Impfmoral zu stärken. Auch die Homepage www.impfenistdieantwort.at wurde eingerichtet.

Insgesamt werden gemeinsam 200.000 Euro für die Kampagne in die Hand genommen. „Es geht uns hier aber nichts ums Geld, sondern um das persönliche Commitment“, so Axel Kühner. „Wir wollen uns persönlich zeigen, man muss für die Überzeugungen, für die man steht, eintreten“, unterstreicht Schallmeiner.

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