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LINZ. Aufgrund des steigenden Gas-Preises muss die Linz AG nun auch ihren Fernwärme-Tarif erhöhen. Betroffen davon sind knapp 80.000 Haushalte.

Fast 80.000 Wohnungen werden in Linz mit Fernwärme geheizt. (Foto: Ruta Saulyte/AdobeStock)
Fast 80.000 Wohnungen werden in Linz mit Fernwärme geheizt. (Foto: Ruta Saulyte/AdobeStock)

Die Linzer Fernwärme wird im Kraftwerkspark der Linz AG nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Neben Reststoffen (Abfälle) und Biomasse ist auch noch Erdgas für die Erzeugung der Fernwärme erforderlich. Die massiv gestiegenen Beschaffungskosten am Energiemarkt stellen auch die Linz AG vor große Herausforderungen. Auch dank laufender Optimierungen der eigenen Abläufe gelingt es derzeit, einen großen Teil der enormen Mehrkosten zu kompensieren. Dennoch muss auch die Linz AG ihren Fernwärme-Tarif um 15,5 Prozent erhöhen.

Preisniveau von 2005

Der neue Tarif laut Bescheid der Preiskommission gilt ab 1. August 2022. Die durchschnittlichen monatlichen Mehrkosten pro Haushalt liegen zwischen 7,70 Euro bei 50 Quadratmetern Wohnfläche und 13,75 Euro bei 95 Quadratmetern Wohnfläche. Insgesamt werden in Linz rund 79.000 Wohnungen mit Fernwärme der Linz AG geheizt.

Verglichen mit der allgemeinen Teuerungsrate (VPI = Verbraucherpreisindex), liegt der neue Fernwärme-Tarif auf dem Preisniveau von 2005. „Wir bleiben unserer bisherigen Strategie, der günstigste Fernwärme-Anbieter aller Landeshauptstädte Österreichs zu sein, treu,“ unterstreicht Josef Siligan, Vorstandsdirektor der Linz AG.

Ziel: Dekarbonisierung

„Unser Ziel ist es, den Erneuerbaren-Anteil in der Fernwärmeerzeugung bis 2035 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Bis 2030 wollen wir schon bei 60 Prozent liegen“, sagt der Leiter der Linz AG-Fernwärme, Manfred Föderl. Im Mai wurde mit dem „Wärme-Wandler“ daher ein vorgezogenes Großprojekt vorgestellt, mit dem in Zukunft Erdgas eingespart werden kann.


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