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ÖBB dementieren Verzögerung beim Gleisausbau Kleinmünchen - Linz Hauptbahnhof

Karin Seyringer, 23.06.2026 20:01

LINZ. (Update) Doch keine Verzögerung beim Projekt viergleisiger Ausbau Linz Kleinmünchen - Linz Hauptbahnhof: Laut Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) haben die ÖBB im Verkehrsausschuss am Dienstag bestätigt, dass es beim ursprünglichen Zeitplan 2033 bleibt. Die zeitlichen Verschiebungen im Rahmenplan würden nur nachgelagerte Baumaßnahmen betreffen, was offenbar zu einer Fehlinterpretationen geführt habe. Update: Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) bestätigt und begrüßt die Klarstellung. 

Symbolfoto (Foto: VOLKER WEIHBOLD)
Symbolfoto (Foto: VOLKER WEIHBOLD)

Die ÖBB hatten den Rahmenplan 2027 bis 2032 veröffentlicht. Darin angeführt ist auch der viergleisige Ausbau zwischen Kleinmünchen und Hauptbahnhof, allerdings nicht mit Inbetriebnahme 2033 sondern 2035. Dies führte zu Kritik unter anderem von Bürgermeister Dietmar Prammer, der von einem „Rückschlag für Linzer Süden“ sprach.

Auch lesen: Kritik an geplanter Verschiebung von ÖBB-Ausbau im Linzer Süden

Wie Vizebürgermeister Hajart mitteilt, dementierten die ÖBB dies im Verkehrsausschuss. Wie geplant sollen für den Fahrplanwechsel 2033/34 die zusätzlichen Gleise für die Verdichtung der S-Bahn-Züge auf eine 15-Minuten-Takt zur Verfügung stehen. Auch die neue Haltestelle Franckviertel/Lastenstraße werde wie geplant 2033 in Betrieb gehen, heißt es. Die zeitlichen Verschiebungen im Rahmenplan betreffen demnach nur nachgelagerte Baumaßnahmen in diesem Bereich und führten offenbar zu Fehlinterpretationen.

„Wichtig, dass Klarheit herrscht“

Hajart begrüßt die Bestätigung der ÖBB: „Es ist wichtig, dass jetzt Klarheit herrscht: Der Ausbau der Westbahnstrecke läuft planmäßig, es kommt zu keinen Verzögerungen. Die Menschen im Linzer Süden können sich darauf verlassen, dass die vorgesehenen Verbesserungen im öffentlichen Verkehr wie geplant umgesetzt werden.“

Der Ausbau ist auch Voraussetzung für die geplante Straßenbahnverlängerung zum Pichlinger See samt Park-&-Ride-Anlage und für einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr in den wachsenden Stadtteilen Pichling und Ebelsberg. „Nun muss auch die Stadt Linz die Straßenbahnverlängerung zum Bahnhof Pichling auf die Schiene bringen“, so Hajart.

Update: Bürgermeister Prammer begrüßt ÖBB-Klarstellung

Bürgermeister Dietmar Prammer zeigt sich erfreut über die Klarstellung der ÖBB, „dass die für Linz wesentlichen Verbesserungen auf der Weststrecke bereits ab 2033 zur Verfügung stehen werden. Die Stadt Linz hat sich in den vergangenen Jahren – und in den letzten Tagen - intensiv für eine rasche Umsetzung eingesetzt. Ich freue mich, dass sich unser Einsatz für Linz gelohnt hat. Dieses Projekt ist von zentraler Bedeutung für die Mobilität im Linzer Süden und eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs.“

Umfangreiche Projekte

Wie weiter ausgeführt wird, werden im Umfeld des Linzer Hauptbahnhofs in den nächsten Jahren mehrere zentrale Infrastrukturprojekte entlang der Weststrecke geplant und umgesetzt. Dazu zählen der viergleisige Ausbau zwischen Linz und Wels, die Modernisierung des Verschiebebahnhofs, der Neubau der Posseltbrücke durch die Asfinag und die Errichtung einer ÖBB-Instandhaltungshalle. Diese Projekte müssten aufeinander abgestimmt und koordiniert werden, damit die Auswirkungen für Fahrgäste möglichst gering bleiben.

Daher haben die ÖBB den Ablauf der Bauarbeiten für den viergleisigen Ausbau der Weststrecke im Osten von Linz (Kleinmünchen – Linz Hbf.) angepasst. Die Inbetriebnahme der Haltestelle Franckviertel ist weiterhin wie geplant für 2033 vorgesehen. 

Damit sowohl die Fahrplanstabilität als auch die geänderten budgetären Rahmenbedingungen trotz der umfangreichen Bauarbeiten sichergestellt seien, seien weitere Arbeitsschritte auf die Zeit nach 2033 verlegt. Daher sei die Inbetriebnahme des gesamten Abschnitts nun für 2035 vorgesehen. Fahrgäste würden die spürbaren Verbesserungen aber bereits 2033 spüren. 


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