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LINZ. Ein wichtiger Teil für die künftige Stahlproduktion der voestalpine ist in Linz angekommen: Die Komponenten für den neuen Elektrolichtbogenofen wiegen zusammen 790 Tonnen. Ab dem ersten Halbjahr 2027 soll die Anlage Stahl mit deutlich geringerem CO2-Fußabdruck produzieren.

Erste Schmelzen sind für 2027 geplant. (Foto: voestalpine AG, Quelle: voestalpine.com/Fotostudio Eder Linz)

Die voestalpine hat einen wichtigen Meilenstein beim Umbau ihres Linzer Stahlwerks erreicht. Alle wesentlichen Komponenten für den neuen Elektrolichtbogenofen wurden angeliefert. Sie stammen aus Deutschland, Italien und der Türkei. Die insgesamt 790 Tonnen schweren Teile kamen in mehreren Transporten, größtenteils per Schiff, nach Linz. Nun werden sie vor Ort montiert und zur fertigen Anlage zusammengebaut.

„Technologisches Herzstück“

„Der Elektrolichtbogenofen ist das technologische Herzstück der neuen Anlage. Die erfolgreiche Anlieferung aller Komponenten ist das Ergebnis monatelanger Planung und der erfolgreichen Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner Primetals Technologies. Nun beginnt die nächste entscheidende Projektphase, die Fertigstellung der Gesamtanlage“, so Hubert Zajicek, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Steel Division.

Erste Schmelzen für 2027 geplant

Der neue Ofen soll im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb gehen. Im Vollbetrieb soll er jährlich rund 1,6 Millionen Tonnen Stahl mit einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck produzieren. Zunächst sind Tests, Probebetrieb und Prüfungen vorgesehen, bevor die Anlage schrittweise in den Regelbetrieb übergeht. Parallel dazu errichtet die voestalpine auch am Standort Donawitz einen neuen Elektrolichtbogenofen. Laut Konzern liegen die Projekte derzeit im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen. „Wir setzen mit greentec steel, Österreichs größtem Klimaschutzprogramm, weltweit neue Maßstäbe in der nächsten Generation der Stahlproduktion. Das Projekt ist an beiden Standorten sowohl zeitlich wie budgetär im Plan“, sagt voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner.

CO2-Ausstoß soll deutlich sinken

Mit „greentec steel“ stellt die voestalpine einen Teil der Stahlproduktion in Linz und Donawitz auf elektrische Stahlerzeugung um. Bis 2029 sollen dadurch laut Unternehmen bis zu 30 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 2019 eingespart werden. Das entspreche knapp fünf Prozent der jährlichen CO2-Emissionen Österreichs.


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