Mehr als jede zweite Wohnung in Linz ist gemeinnützig
LINZ. Rund 63.000 der 123.362 Wohnungen in Linz gehören gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften. Das entspricht einem Anteil von mehr als 50 Prozent. Österreichweit liegt dieser bei 24 Prozent.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG): Sie zählt aktuell 20.104 Wohnungen und bietet rund 45.000 Menschen ein Zuhause. Damit lebt etwa jeder sechste Linzer in einer GWG-Wohnung.
Und der Bedarf an leistbarem Wohnraum bleibt groß. Mit Stand 1. September 2026 waren bei der GWG 13.971 Wohnungssuchende vorgemerkt. Zwischen September 2025 und August 2026 übergab die Gesellschaft 1.367 Wohnungen an neue Mieter. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 750, ging an Einpersonenhaushalte.
„Gemeinnütziger, qualitativer Wohnraum ist für Städte eine wichtige Voraussetzung für Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt. In Linz haben wir hier eine gute Grundlage. Das Ziel ist klar: Wohnen muss für die Menschen in Linz langfristig gesichert sein“, sagt Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ).
Dass gemeinnütziger Wohnbau einen Preisvorteil bieten kann, zeigt ein österreichweiter Vergleich des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen: Demnach lagen die Mieten im gemeinnützigen Sektor 2025 durchschnittlich um 28 Prozent unter jenen privater und gewerblicher Vermieter.
Geplante GWG-Projekte
Die GWG investiert zugleich in den Erhalt und die Erweiterung ihres Bestands. Die vorliegenden Investitionszahlen umfassen 34,4 Millionen Euro für Neubauten, 20,4 Millionen Euro für Gebäudemodernisierungen und 14 Millionen Euro für Wohnungssanierungen und Verbesserungen. Zusammen ergibt das 68,8 Millionen Euro.
Zum Bauprogramm zählen unter anderem Projekte an der Kudlichstraße und der Freistädter Straße. Weitere Vorhaben sind an der Leonfeldner Straße beziehungsweise Linken Brückenstraße geplant, am Gölsdorf-Areal, an der Franz-Kurz-Straße, der Hirschgasse, bei der Pfarre Christkönig, an der Johann-Wilhelm-Klein-Straße, im Wimhölzel-Hinterland (dritter und vierter Bauabschnitt) und an der Dauphinestraße.
Parallel dazu setzt die GWG umfangreiche Gebäudemodernisierungen um, unter anderem an der Mozartstraße beziehungsweise Eisenhandstraße, der Helletzgruber- und Schreberstraße, der Leibnizstraße in Pasching, der Semmelweisstraße, der Hallestraße, der Zeppelinstraße sowie der Holzstraße und am Kainzweg.








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