MULTIVAC VertriebsgmbH: Service für Verpackungstechnik in Oberösterreich
OÖ. Steht in einem Lebensmittelbetrieb die Verpackungslinie still, entsteht rasch Druck auf die gesamte Produktion. Technischer Service ist deshalb längst keine Nebensache mehr, sondern ein Faktor, der über Produktionssicherheit entscheidet. Wie Betriebe im Raum Oberösterreich betreut werden, zeigt das Beispiel der MULTIVAC VertriebsgmbH mit Sitz in Wien, und macht deutlich, warum planbare Wartung für Mittelbetriebe zu einer betriebswirtschaftlichen Größe geworden ist.

In der Lebensmittelproduktion hängt an einer einzigen Maschine oft die gesamte Tageslogistik. Fällt eine Tiefziehverpackungsmaschine oder ein Traysealer aus, stockt nicht nur die Verpackung, sondern die gesamte Kette von der Zerlegung bis zur Kommissionierung. Genau hier setzt der Servicebereich der MULTIVAC VertriebsgmbH an, die neben dem Verkauf von Verpackungsmaschinen auch Wartung und Prozessoptimierung als eigenständige Dienstleistung versteht. Geschäftsführer DI (FH) Hannes Glössl, der 2008 zum Unternehmen wechselte und zuvor zwölf Jahre im Verkauf von Verpackungsmaschinen und Verpackungsmaterialien tätig war, formuliert das Ziel unmissverständlich: „Wir möchten zur besten Adresse für Service und Wartung von Verpackungs- und Prozessmaschinen im Lebensmittelbereich in Österreich werden.“ Rechnet ein Betrieb die Kosten einer ungeplanten Stunde Stillstand gegen die Kosten eines Wartungsintervalls auf, fällt die Antwort meist eindeutig aus.
Servicetechniker, Ersatzteile und kurze Wege in Oberösterreich
Für Betriebe zwischen Innviertel, Zentralraum Linz und Mühlviertel ist die entscheidende Frage nicht, wie modern eine Maschine ist, sondern wie schnell jemand vor Ort ist. Die Betreuung erfolgt über Servicetechniker, die regional im Einsatz sind, ergänzt durch Fernunterstützung und eine automatisierte Ersatzteilversorgung im Hintergrund. Dass der Konzern im Tiroler Reutte produziert und im deutschsprachigen Raum breit aufgestellt ist, wirkt sich dabei praktisch aus: Ersatzteile für Kammermaschinen, Etikettierlösungen oder Inspektionssysteme sind auch für ältere Maschinengenerationen verfügbar. Diese Kombination aus Konzernstruktur und Kundennähe soll ein Vorurteil entkräften, das Glössl aus Gesprächen kennt, nämlich das Bild vom anonymen Großanbieter. Wer in einem Gewerbebetrieb mit zwanzig Mitarbeitenden anruft, erwartet einen Ansprechpartner, der die eigene Linie kennt und nicht bei null beginnen muss.
Wartung als Planungsgröße statt als Notfallmaßnahme
Der Unterschied zwischen reaktiver Reparatur und geplanter Instandhaltung zeigt sich im Betriebsalltag deutlich. Verschleißteile wie Dichtungen, Messer, Siegelwerkzeuge oder Vakuumpumpen verändern ihr Verhalten schleichend, erkennbar an höherem Energiebedarf, längeren Taktzeiten oder einer steigenden Zahl an Undichtheiten. Werden Wartungen an Produktionspausen gekoppelt und Verschleißteile vorab eingeplant, verschiebt sich der Aufwand von der Nacht- und Wochenendstunde in die reguläre Arbeitszeit. Hinzu kommt der Qualitätsaspekt: Eine undichte Packung verkürzt die Haltbarkeit und führt im schlechtesten Fall zu Retouren im Handel, was ungleich teurer ist als ein getauschtes Bauteil. Ergänzend lassen sich Maschinendaten auswerten, um Abweichungen früher zu erkennen – ein Feld, das unter dem Begriff vorausschauende Wartung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Worauf Mittelbetriebe bei Verpackungsmaschinen achten sollten
Bei Investitionsentscheidungen dominiert häufig der Anschaffungspreis, obwohl die Betriebskosten über die Laufzeit einer Maschine deutlich schwerer wiegen. Glössl nennt ein einfaches Warnsignal für unseriöse Angebote: Wenn der Preis das einzige Verkaufsargument bleibt, fehlen meist die Antworten auf die relevanten Fragen. Sinnvoll sind stattdessen konkrete Erkundigungen nach Reaktionszeiten im Störfall, nach der Verfügbarkeit von Ersatzteilen über zehn Jahre hinaus, nach dem Folienverbrauch pro Packung und nach der Frage, ob sich eine Linie später um Etikettierung, Kennzeichnung oder Qualitätskontrolle erweitern lässt. Für kleinere Erzeuger, die vom Direktverkauf in den Handel wechseln, ist zudem entscheidend, ob eine Maschine mitwachsen kann, statt nach zwei Jahren ersetzt zu werden. Eine faire Beratung auf Augenhöhe, so das Credo des Geschäftsführers, funktioniere nur als Win-win-Situation, kurzfristige Abschlüsse ohne passende Lösung wirken sich später im Service nachteilig aus.
Schulungen: Wenn Bedienpersonal zum Teil der Prozessoptimierung wird
Ein erheblicher Teil der Servicefälle entsteht nicht durch technische Defekte, sondern durch Bedienung und Reinigung. Falsch eingestellte Siegelparameter, unsachgemäß gereinigte Werkzeuge oder ungeeignete Folienchargen verursachen Ausschuss, der sich mit entsprechendem Wissen vermeiden lässt. Schulungen für Bedienpersonal und hauseigene Techniker gehören daher zum Leistungsumfang und zahlen sich gerade in Betrieben mit Schichtbetrieb und häufigem Personalwechsel aus. Gleichzeitig verändert die Branche ihr Anforderungsprofil: Neue Materialien, strengere Vorgaben zur Recyclingfähigkeit und wachsende Dokumentationspflichten verlangen von Bedienern mehr Prozessverständnis als früher. Für Oberösterreichs Lebensmittel-, Pharma- und Industriebetriebe bedeutet das, dass Verpackungstechnik immer weniger eine isolierte Station am Ende der Produktion ist, und immer mehr ein wesentlicher Faktor für Qualität und Kosten.







