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Neu gebaut und schon zu klein - Gemeinderat will rasche Lösung für Sonderschule

Sabrina Reiter, 17.05.2018 13:07

MATTIGHOFEN. Lang ersehnt war der Neubau der Volksschule Mattighofen. Doch noch ehe dieser offiziell eröffnet wird, ist er schon wieder zu klein. Leidtragende sind die Schüler der Sonderschule, die aus Platzmangel noch nicht einziehen können. Der Gemeinderat war sich bei seiner letzten Sitzung jedoch einig: Es muss eine rasche Lösung her.

Noch kann die Sonderschule in Mattighofen aus Platzmangel nicht wieder in das neu sanierte Gebäude einziehen.

Seit drei Jahren ist die Allgemeine Sonderschule in einem Provisorium im alten Gemeindeamt untergebracht. Ein Umstand, der für Schüler, Eltern und Lehrer mehr schlecht als recht ist, den das Gebäude weist einige Mängel auf und die beeinträchtigten Kinder sind dadurch von jenen der Volksschule abgegrenzt. Doch die Aussicht auf einen baldigen Einzug in die frisch sanierte Schule, machte die Situation zumindest übergangsweise erträglich.

Volksschule braucht mehr Räume als geplant

Doch vor kurzem die Schreckensnachricht: Die Allgemeine Sonderschule kann mit dem neuen Schuljahr nicht wie geplant, in das neusanierte Gebäude einziehen, denn die Volksschule hat schon jetzt - vor der offiziellen Eröffnung im Juni - die Grenzen ihrer Kapazitäten erreicht und braucht mehr Platz als mit dem Neubau geschaffen wurde. Das wurde mit der Schuleinschreibung im April deutlich. Hinzu kommt, dass auch die neu etablierte Nachmittagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr Räumlichkeiten benötigt. Rund 120 Schüler sind dafür angemeldet.

Zahlreiche Zuhörer bei Gemeinderatssitzung

Von einer „höchst unerfreulichen Situation“ sprach der Vorsitzende des Schulausschusses Peter Glas (BFM) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am 15. Mai. Er sei sich bewusst, das die derzeitige provisorische Lösung zweifelsfrei keinem pädagogischen Anspruch gerecht werden kann und die Integration dieser Kinder sehr wichtig sei. Gleichzeitig bittet er aber auch um Verständnis: „Wir müssen versuchen, mit den derzeit vorhandenen Mitteln ein Auslangen zu finden.“

Zusätzliche Räume von Land gestrichen

Verursacher des Dilemmas sei die zuständige Abteilung beim Land, betonte Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer. Ursprünglich seien für die Volksschule vier Räume mehr geplant gewesen, doch diese wurden vom Land im Rahmen eines Kostendämpfungsverfahrens einfach gestrichen. Und das obwohl mehrmals darauf hingewiesen wurde, das Mattighofen eine Zuzugsgemeinde ist, ärgert sich Schwarzenhofer. Hätte man sich den Plänen des Landes widersetzt, hätte es wohl gar kein Geld für den Neubau gegeben.

Auch er versicherte, dass die Sonderschule nicht dauerhaft im Provisorium bleiben müsse und betonte, dass die Gemeinde versucht innerhalb eines Jahres eine Lösung zu finden. Der Schulausschuss empfiehlt einen Umbau der Garderoben, die sich derzeit im zweiten Stock befinden, zu Klassenräumen. Dafür soll im Keller des Gebäudes eine zentrale Garderobe entstehen. Auch ein Anbau käme in Frage. Die Möglichkeiten sollen noch diese Woche von einem Architekten geprüft werden.

Gas geben und umbauen

Auch für Gemeinderat Thomas Panholzer (ÖVP) scheint dies die einzig sinnvolle Lösung zu sein, die er möglichst noch bis September dieses Jahres umgesetzt haben will. Sein Appell an den Gemeinderat: „Geben wir Gas und lassen das über den Sommer bauen“ und traf auf breite Zustimmung. Auch Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer betonte, je früher eine Lösung umgesetzt werden kann, desto besser. Er gab jedoch zu bedenken, dass dazu behördliche Bewilligungen notwendig sind und dieser Prozess durchaus länger dauern könnte. Dann müsse sich der gesamte Gemeinderat eben auf die Füße stellen, forderte Gemeinderätin Eleonora Ries (Grüne) und wendete sich an den Bürgermeister: „Scheuen Sie sich nicht, resolut aufzutreten.“ „Ich habe noch keinen Gang zum Land gescheut,“ antwortete dieser bestimmt.

Land weist Vorwürfe von sich

Unterdessen weist das Land die erhobenen Vorwürfe von sich. Weitere Klassen seien nie abgelehnt worden, denn es habe auch nie einen entsprechenden Antrag von Seiten der Gemeinde Mattighofen gegeben, heißt es in einer Stellungnahme der zuständigen Landesrätin Christine Haberlander. 2010 sei anhand der vorliegenden Schülerzahlen und Daten der Abteilung Statistik ein Bedarf von zwölf Schulklassen und zwei Vorschulstufen berechnet worden - daran habe sich seither nichts geändert. Die Gemeinde habe erst im Jänner dieses Jahres einen höheren Bedarf bekannt gegeben. Sobald die neuen Planungsunterlagen für den erforderlichen Umbau eingereicht sind, wird das Land diese prüfen. Haberlander verspricht: „Das Land Oberösterreich wird die Stadtgemeinde Mattighofen in ihrer Funktion als Schulerhalter weiterhin bestmöglich unterstützen, um für die Kinder sowie die Pädagogen zukunftsfähige Unterrichtsräume zur Verfügung zu stellen.“


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Gastuser
Gastuser
22.05.2018 20:30

Mattighofen Schule

PlanungsFEHLER? Nein, die zuständigen Beamten in Linz haben zu kurz gedacht. Die Folgekosten sind daher bedeutend höher als ein Mitdenken zu Beginn!