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MATTIGHOFEN/LOCHEN. Herr Anglberger (Vorname der Redaktion bekannt) aus Lochen erlitt Ende letzten Jahres einen Schlaganfall. Dass es ihm heute wieder gut geht, verdankt er vor allem dem raschen und kompetenten Handeln eines Mattighofner Rettungsteams. Denn eine schnelle Behandlung kann schlimmere Folgen verhindern.

Florian Mühlburger und Catherine Wecko. Foto: RK OÖ
Florian Mühlburger und Catherine Wecko. Foto: RK OÖ

Wie ein Blitz traf Herrn Anglberger aus Lochen am 30. Dezember letzten Jahres der Schlaganfall. Aus heiterem Himmel wurde ihm während des Mittagessens schwindlig und sein linker Arm bewegte sich unkoordiniert. „Schweißausbruch und Übelkeit gesellten sich dazu, meine Sprache wurde leiser, vor allem aber langsamer und mir fehlten Worte“, erinnert er sich. Seine Familie reagierte schnell: Während seine Frau wegen Verdachts auf Schlaganfall Frühtests durchführte (siehe unten), alarmierte der Schwiegersohn bereits die Rettung. Diese war zwölf Minuten später am Einsatzort. Sanitäterin Catherine Wecko erkannte sofort den Ernst der Lage und wusste, jetzt zählt jede Minute. Der Fahrer des Rettungswagens Florian Mühlburger brachte den Patienten so schnell es ging in die Christian-Doppler-Klinik nach Salzburg, jedoch nicht ganz ohne Hindernisse. „Erst bei dieser Fahrt konnte ich miterleben, wie manche Verkehrsteilnehmer diese verantwortungsvolle Arbeit der Rettungsfahrer beeinträchtigen“, ärgert sich Anglberger. Dennoch, nur eine Stunde und 37 Minuten später konnte die Behandlung durchgeführt werden, die zu seiner vollständigen Genesung führte.

Nur geringes Zeitfenster

Der Lochner weiß, welches Glück er hatte: „Zeit ist gleich Hirn. Je früher die Behandlung einsetzt, umso größer sind die Chancen einer Wiederherstellung der Gehirnfunktion.“ Das maximale Zeitfenster beträgt nur viereinhalb Stunden. Dank des raschen und kompetenten Handelns der Sanitäter ist Anglberger heute wieder wohlauf, wofür er den beiden, stellvertretend für alle freiwilligen Rettungsmitarbeiter, sehr dankbar ist. Er weiß, es kann jeden treffen – auch junge Menschen. Dann Leute in seiner Umgebung zu haben, die sofort reagieren und die Lage richtig einschätzen, ist Gold wert.

Frühtests bei Verdacht auf Schlaganfall

  • Bitten Sie den Betroffenen zu lächeln. Hatte er einen Schlaganfall, hängt ein Mundwinkel.
  • Bitten Sie ihn einen einfachen Satz nachzusprechen. Nach einem Schlaganfall wird ihm dies nur eingeschränkt möglich sein.
  • Fordern Sie ihn auf, beide Arme zu heben. Er wird es nicht oder nur teilweise können.
  • Fordern sie ihn auch auf, seine Zunge herauszustrecken. Ist sie gekrümmt, windet sie sich von einer zur anderen Seite, ist dies ebenfalls ein Zeichen für einen Schlaganfall.

Sollte auch nur ein Punkt zutreffen, ist sofort der Notruf unter 144 anzurufen. Es zählt jede Minute.


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